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Südwind

Studie "Arbeitsrechtsverstöße in Indonesien - Was können Investoren tun?"

H&M und Zara beuten weiterhin Arbeiter aus

In Zusammenarbeit mit den indonesischen Organisationen Turc und Lips hat das Institut Südwind die Arbeitsverhältnisse führender Modemarken untersucht. In der jüngst veröffentlichten Studie „Arbeitsrechtsverstöße in Indonesien. Was können Investoren tun?“ präsentieren sie die aktuelle Situation der indonesischen ArbeiterInnen in den fünf Zulieferfabriken von Adidas, Nike, Inditex/Zara, H&M und Esprit.

Trotz jahrzehntelanger Bemühungen zeigt es sich, dass die Situation der ArbeiterInnen weiterhin prekär bleibt.

Vergleicht man die Aussagen der ArbeiterInnen mit denen der Unternehmen, so lassen sich deutliche Abweichungen erkennen, die teilweise in direktem Gegensatz stehen. Unter anderem würde in den Zulieferfabriken nicht mehr als 60 Stunden pro Woche gearbeitet werden. Jedoch schildert Antje Schneeweiß in der Studie: „Viele zum Teil erzwungene Überstunden, kaum erreichbare Zielvorgaben und Hungerlöhne prägen noch immer den Alltag von Hundertausenden von TextilarbeiterInnen in Indonesien, auch in jenen Zuliefer-betrieben, die für Premiummarken wie Adidas und Nike fertigen.“

Ziel der Studie ist es Strategien aufzuzeigen, die Investoren und Vertretern zivilgesellschaftlicher Organisationen verwenden können, um sich für eine Verbesserung ihrer Lebensumstände einzusetzen.

Im Rahmen der Studie finden in mehreren Städten in Deutschland von 5.-17. November Veranstaltungen statt, in denen Ari L. Pratama, ein Vertreter von Turc, die Ergebnisse der Untersuchungen in Indonesien vorstellt.

Die Studie selbst kann unter www.suedwind-institut.de heruntergeladen oder über info@suedwind-institut.de bestellt werden. Weitere Informationen finden Sie ebenfalls auf der Website.

Quelle: Südwind / Bild: Südwind
Text: Christina Jung

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