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Mulitorgan Biochip Tierversuche

©Anna Ivanova/iStock

Multiorgan Biochip ersetzt Tierversuche in Kosmetik & Medizin

Die Firma TissUse aus Berlin hat einen Multiorgan-Biochip entwickelt, der Tierversuche ganz ersetzen könnte.

Leider sind auch heute noch bei der Erforschung von neuen Kosmetikprodukten, Medikamenten und Chemikalien Tierversuche die Regel. Alleine in Deutschland wurden im Jahr 2012 ganze 3,08 Millionen Tiere für wissenschaftliche Versuche verwendet. Gleichzeitig wächst der Bedarf in der Forschung. Tierversuche müssen nicht nur moralisch hinterfragt werden, sondern auch allgemein stellt sich die Frage, ob  Ergebnisse aus Tierversuchen auch auf den menschlichen Organismus übertragen werden können. Dr. Uwe Marx, Gründer von TissUse, einem Berliner Unternehmen aus dem Bereich Engineering, Stammzellenforschung und Mikrosystemtechnik, erklärt: „Ein Ersatz von Tierversuchen durch einen genaueren und besser kontrollierbaren Ansatz ist dringend nötig.“ Das Berliner Forschungsteam spezialisiert sich darauf menschliche Organe und Organsysteme im Mikromaßstab zu züchten und daran die Aus- und Nebenwirkungen von Medikamenten, Kosmetika und Chemikalien wirklichkeitsnah an lebenden Zellen zu testen. Die verschiedenen Zellen bilden jeweils im kleinen Maßstab die Funktionen der Organe ab und sind sogar durch einen künstlichen Blutkreislauf verbunden, der die Organe mit Nährstoffen versorgt.  Die sogenannten Multiorgan-Biochips simulieren die Funktion menschlicher Organe. Dr. Uwe Marx erläutert: „Perspektivisch werden wir eine Vielzahl von Organen auf einem Chip versammeln und damit Versuche auf Zellkulturen sowie vor allem mit Tieren überflüssig machen.“

Quelle: TissUse
Text: Kristina Reiß

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