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Voller Briefkasten

©Getty Images, Thinkstock

Umweltsünder Werbung

Trotz Aufklebern wie „Keine Werbung“ landen tausende Werbewurfsendungen in deutschen Briefkästen. Die unerwünschte Werbung ist nicht nur nervig, sondern blickt auch auf eine traurige Umweltbilanz zurück. Fakten rund um Werbesendungen.

In Mietshäusern häufig von vorneherein in einen extra Altpapierkorb im Treppenhaus geworfen, sind Werbesendungen meist eher ungebeten. Die vielen Flyer und Prospekte der örtlichen Lieferservice, Dienstleister und Supermärkte verstopfen deutschlandweit die Briefkästen und werden vom Verbraucher meist entnervt weggeworfen.

Tatsächlich kommen auf jeden Bundesbürger jährlich rund 33kg der bunten Werbewurfsendungen, obwohl sogar mindestens 30 Prozent der Deutschen den Werbeeinwurf per Aufkleber verweigern. Außerdem muss man bedenken, dass viele Personen in Haushalten zusammenleben, d.h. das wahre Ausmaß der Einwurfwerbung ist weitaus größer.

Über 2,5 Tonnen Papier für Werbesendungen!

33 kg ungebetener Werbesendungen entsprechen in etwa 6600 DIN A4 Seiten Kopierpapier. Rechnet man die Durchschnittsmenge einmal hoch auf die ca. 80 Millionen Einwohner Deutschlands kommt man auf unfassbare 2,64 Tonnen Papier nur für Werbesendungen! Für diese Menge an Papier müssen jährlich 2,7 Millionen Bäume gefällt werden.

Doch die wirklichen Umwelt-Killer der Einwurfsendungen sind der enorme Strom- und Wasserverbrauch, das bei der Produktion entstehende CO2 und die umweltschädliche, auf Erdöl basierende Druckerfarbe. Nach den Berechnungen des kaufda Umweltreports werden für Einfwurfsendungen jährlich rund 1,5 Milliarden kWh Strom und 4,62 Milliarden Liter Wasser verbraucht. Der CO2-Ausstoß muss sich mit seinen 455.400 Tonnen aber keinesfalls hinter dem Ressourcenverbrauch verstecken.

„Bitte keine Werbung“

Ein Großteil der unerwünschten Werbesendungen kann tatsächlich mit einfachen Aufklebern wie „Bitte keine Werbung und kostenlose Zeitungen einwerfen“ verhindert werden, auch wenn es immer noch Austräger gibt, die sich nicht daran halten. Schützen Sie aktiv die Umwelt, indem Sie sich der ungebetenen Werbung verweigern!

Quelle: kaufda.de, Getty Images, Thinkstock / Text: Marie A. Wagner

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