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Deutsche wollen mehr umweltfreundliche Landwirtschaft
Umfrage zur Agrarpolitik

Deutsche wollen mehr umweltfreundliche Landwirtschaft

Die Deutschen fordern eine Umstrukturierung der EU-Förderpolitik zugunsten einer nachhaltigen Landwirtschaft. Eine aktuelle Studie des NABU verdeutlicht die klaren Präferenzen der Bundesbürger für ein System, dass schwerpunktmäßig natur- und tierfreundliche Landwirtschaftsbetriebe fördert und die Ausweitungsmaßnahmen des Exports einschränkt.

Eine aktuelle NABU Umfrage zeigt, dass sich die deutschen Bürger klar für eine Veränderung der Förderpolitik in der Landwirtschaft aussprechen. Nur neun Prozent der Befragten unterstützen die aktuelle EU-Politik, wonach die Höhe der Fördergelder an der Größe der Betriebe gemessen werden. Unabhängig davon, ob die Produktion nachhaltig ausgelegt ist oder nicht. Die überwiegende Mehrheit der Deutschen würden jedoch ein System bevorzugen, das Fördergelder an die Erbringung konkreter gesellschaftlicher Leistungen koppelt.

NABU: Wofür sollten Landwirte Fördergelder bekommen?

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NABU Präsident Olaf Tschimpke kritisiert die "immer mehr - immer größer" Politik der EU, die seit Jahren zum "Höfesterben" führt, die Artenvielfalt rasant verringert und eine Agrarproduktion fördert, die dem Klimaschutz nur wenig dient. Das deutliche Ergebnis der Umfrage sei nun ein klarer Apell umgehend radikale Veränderungen vorzunehmen, hin zu mehr Verantwortungsbewusstsein und Unterstützung von natur- und tierfreundlichen Landwirtschaftsbetrieben. Bezüglich der Neuverteilung  von Fördergeldern haben die Bundesbürger klare Vorstellungen. 93 Prozent wünschen sich eine umweltfreundliche Produktion und 91 Prozent eine tierfreundliche Viehhaltung. Die Mehrheit spricht sich gegen die weitere Förderung von Maßnahmen zur Ausweitung des Exports von Agrarprodukten aus. Entsprechend einer Studie vom NABU käme es bei einem Richtungswechsel in der EU-Agrarpolitik zu keinen finanziellen Einbußen für die Landwirte, dafür wären die Bewirtschaftung der Agrarflächen weitaus naturverträglicher.

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Quelle: Bilder: NABU/Landwirtschaft, Text: Tine Esser