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UN-Klimagipfel: Kann der Klimakurs noch korrigiert werden?

Der UN-Klimagipfel tagt die nächsten zwei Wochen in Katar, dem Land mit den weltweit höchsten Pro-Kopf-Emissionen von klimaschädlichen Gasen. 193 Staaten versuchen gemeinsam in Doha den Klimawandel abzumildern. Die einen sehen den Gipfel als riesen Chance zur Veränderung, Andere zeigen sich uneinsichtig trotz CO2-Emissionen auf dem Höchststand.

Bundesumweltminister Altmaier diskutiert derzeit in Katar auf der UN-Klimakonferenz mit den Vertretern der anderen Länder über den weltweiten Klimaschutz, denn nur gemeinsam kann der Klimawandel abgemildert werden. Die derzeitigen CO2-Emissionen liegen auf einem Rekordhoch, das 2010 in Cancún festgelegte 2-Grad-Ziel scheint in unerreichbare Ferne gerückt zu sein. Experten rechnen mit einer Erderwärmung von mindestens vier Grad, wenn die Emissionen nicht drastisch reduziert werden.

Die Pole schmelzen, das ewige Eis geht unaufhaltsam zurück, aber sogar innerhalb der EU stellen sich Länder wie Polen, wegen seiner vielen Kohlekraftwerke, gegen einen stärkeren Klimaschutz. Aber auch die hohen Verschuldungen vieler EU-Länder stehen der Energiewende im Weg, es ist kein Geld für erneuerbare Energien da.

Lichtblicke gibt es dennoch, denn das Öl- und Gasland Katar sieht den Klimagipfel als „goldene Chance“ den Klimawandel anzugehen, so Vizepräsident Abdullah bin Hamad Al-Attiyah. Der UN-Klimagipfel findet erstmals in einem Golfstaat statt und bietet der Region damit eine unvergleichliche Plattform einen nachhaltigen Energieweg einzuschlagen.

Quelle: cop18.qa / Text: Marie A. Wagner

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