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Schluss mit Praktika in Waisenhäusern
Freiwilligenarbeit

Das Geschäft mit dem Kinderleid

Freiwilligenarbeit mit Kindern ist vor allem bei jungen Menschen sehr beliebt. Leider gibt es unseriöse Einrichtungen, die den guten Willen der Volunteers ausnutzen und aus dem Leid der Kinder Profit schlagen. Eine Freiwilligenorganisation macht da nicht mehr mit.

Kinder mit Eltern haben in einem Waisenhaus nichts zu suchen – könnte man meinen. In Schwellen- und Entwicklungsländern kommt es aber leider gar nicht so selten vor, dass auch Nicht-Waisen in solchen Einrichtungen untergebracht werden. Oft sind die Eltern zu arm, um ihre Kinder durchzubringen und geben sie ab, weil ihnen falsche Versprechungen von Bildung und guter Versorgung gemacht werden.

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Kinder leiden unter wechselnden Bezugspersonen

In den sogenannten Waisenhäusern sind die Kinder dann aber oft völlig auf sich allein gestellt und leben unter katastrophalen Bedingungen. Das Geld, das Touristen und Freiwillige bezahlen, um in den Einrichtungen zu arbeiten oder mit den Kindern zu spielen, wird fast nie zum Wohl der kleinen Schutzbedürftigen eingesetzt. Wegen des rasanten Wechsels an Bezugspersonen weisen die Kinder häufig Verhaltensauffälligkeiten und Bindungsstörungen auf und leiden unter emotionalen Traumata. Menschenrechtsorganisationen und Kinderschutz-NGOs weisen bereits seit einigen Jahren auf solche Zustände hin.

Für den Reiseveranstalter Rainbow Garden Village (RGV), der mit der Entsendung und Begleitung von Freiwilligen nach Afrika und Asien die nachhaltige Entwicklung vor Ort unterstützt, ist es an der Zeit zu handeln. Die Organisation sagt nein zur Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und hat das entsprechende Angebot beendet. Diese Maßnahme ist Teil der umfassenden Kinderschutz-Richtlinien, die im Frühjahr 2016 in Kraft getreten sind. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von RGV.

Quellen: RGV Praktika und Reisen GmbH, Bild: depositphotos/duron0123,Text: Ronja Kieffer