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Warnung vor Pestiziden in Rosensträußen
Vorsicht, Pestizide!

Vorsicht vor Pestiziden in Rosensträußen

Zum Muttertag verschenken wir gerne mal einen Strauß frischer Blumen. Beim Kauf von Rosensträußen ist allerdings große Vorsicht geboten, denn viele davon sind erheblich mit Pestiziden belastet. Zu diesem Ergebnis kommt das ÖKO-TEST-Magazin 2017 in der aktuellen Ausgabe. 

Kurz vor dem Muttertag hat ÖKO-TEST 14 Rosensträuße auf Pestizid-Rückstände untersuchen lassen – mit schockierendem Ergebnis: In nur einem Strauß wurden bis zu 20 verschiedene Spritzgifte in einer Menge von insgesamt mehr als 100mg/kg nachgewiesen.

Viele dieser Substanzen gelten als krebserregend oder fruchtbarkeitsschädigend, einige sogar als akut giftig, wenn sie eingeatmet oder verschluckt werden. Unter diesen Pestiziden befinden sich laut ÖKO-TEST sogar Spritzgifte, die in Deutschland verboten sind – doch für Rosen aus Ostafrika gelten die Regeln der dortigen Länder.

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ÖKO-TEST setzte sich auch mit der Verantwortung der Anbieter auseinander, was die Produktion unter dem Einsatz solch gefährlicher Spritzgifte betrifft. Denn vor allem die Arbeiter dort haben aufgrund der hohen Schadstoffbelastung mit gravierenden gesundheitlichen Folgen zu kämpfen. Nur vier der 14 Anbieter zeigten sich verantwortungsbewusst. Wichtig zu wissen: In Farmen, die mit dem Fairtrade oder MPS Siegel zertifiziert sind, wird der Pestizideinsatz zwar kontrolliert, allerdings in der Regel nur einmal jährlich.

Was bedeutet das für uns als Endverbraucher? Wie sollen stark pestizidbelastete Rosensträuße – die zwar schön aussehen, von fairer und nachhaltiger Produktion jedoch weit entfernt sind – noch Freude beim Schenken machen? Schließlich wollen wir mit frischen Blumen ein Stück Natur in den Wohnraum bringen. Berechtigte Bedenken, die Grund liefern, spätestens ab diesem Jahr zum Muttertag (und zu anderen Anlässen) Sträuße aus dem heimischen Freilandanbau zu kaufen. 

Hier geht’s zur aktuellen Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins: www.oekotest.de

Quellen: Öko-Test, Bild: Depositphotos/IgorTishenko, Text: Emi Baier