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Charles und Perrine Hervé-Gruyer betreiben sehr erfolgreich in der Normandie die Farm Bec Hellouin nach dem Prinzip der Permakultur.
ecowoman Kinotipp

Überlebensregeln: Der Weltuntergang steht bevor

Die Welt wird zusammenbrechen. Zwar nicht im Jahr 2012, wie die Mayas dachten, vielleicht aber schon in den nächsten 40 Jahren – wenn wir nicht handeln. Der ecowoman Kinotipp zeigt, dass die Welt schon jetzt so viele Lösungen anbietet.

Weltuntergangs-Prophezeiungen begleiten die menschliche Zivilisation seit jeher. Spätestens im Zusammenhang mit Religion haben sie stark an Bedeutung gewonnen. Doch geht es hier nicht um abstrakte Metaphern vom jüngsten Tag – der Untergang unserer Welt wie wir sie kennen ist ganz real. Etliche Filme malen die verschiedensten Horror-Szenarien für die Zukunft der Menschheit aus – ob plötzlich auftretende Naturkatastrophen, Alien-Angriffe oder Zombie-Apokalypsen. Doch für den Weltuntergang brauchen wir gar keine fantasievollen Wesen oder mythischen Prophezeiungen: Die Zerstörung unserer Welt und Zivilisation ist ganz real. Sie passiert – jetzt, in diesem Moment. Unser System wird zusammenbrechen, wenn wir weiter unsere Augen vor den vielfältigen Lösungen verschließen, die unsere Welt schon jetzt bereithält.

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Die Welt ist voller Lösungen

Der ecowoman Kinotipp geht noch einen Schritt weiter als die übliche Angstmacherei: In „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ sehen sich die Schauspielerin Mélanie Laurent, die man aus Inglorius Basterds kennt, und der französische Aktivist Cyril Dion mit dem bevorstehenden Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren konfrontiert. Doch damit wollen sie sich nicht abfinden! Stattdessen begeben sie sich auf eine Reise durch die Welt, um dort mit Experten über alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen zu sprechen. Sie finden auf ihrem Weg nicht mehr und nicht weniger als Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit und damit auch die Gewissheit, dass es mit unserer Welt nicht zu Ende gehen muss. Der Film wurde im Februar mit dem César als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet und ist in Frankreich bereits ein Publikumsliebling. Ab dem 2. Juni 2016 ist er auch in den deutschen Kinos zu sehen.

Eine spannende Dokumentation - für jeden interessant, der gerne die Formel wüsste, mit der man die Welt retten kann!

Vandana Shiva, indische Aktivistin und Wissenschaftlerin sowie Gründerin von Navdanya, einer Stiftung, die indischen Gemeinden hilft, landwirtschaftliche Samenbanken einzurichten.

Quellen: boxfish films, Bild: pndaorafilm, Text:  Isabel Binzer