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Ziegen verhindern Waldbrände

In der  portugiesischen Provinz Trás-os-Montes, auf Deutsch „Hinter den Bergen“, wird ein Pilotprojekt zur Brandverhütung durchgeführt. Auf Grund der wenig lohnenden traditionellen Land- und Forstwirtschaft in Portugal wandern große Teile der Bevölkerung in die Stadt ab und die Wälder und Ackerflächen werden vernachlässigt und verwildern. Die überflüssige Biomasse  wird im Sommer trocken und bietet einen optimalen Nährboden für verheerende Waldbrände.

Bei dem Pilotprojekt werden nun Ziegen als Brandverhüter eingesetzt.  Ziegen sind Allesfresser und sehr anpassungsfähig.  Sie fressen in der bergigen Region das verwahrloste Unterholz und die wuchernden Pflanzen einfach auf. Auf diese Weise wird das Brandrisiko erheblich gesenkt  und es hat in der Provinz seit dem Einsatz der Ziegen kein größeres  Feuer mehr gegeben.

Ein Problem bleibt aber, es gibt nicht genug Ziegen!  Wie bereits erwähnt gibt es immer weniger Bauern, wegen der schlechten Entlohnung. Aber auch dieses Problem will die Projektleitung angehen, indem sie sich dafür einsetzt, dass die Produkte der Ziegenzüchter zertifiziert und online verkauft werden.

Foto: Thinkstock / Text: Marie A. Wagner

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