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Frau mit Leben und Leben lassen Schild auf dem Rücken
Fleischkonsum nimmt ab

Veganer, Vegetarierer, Flexitarier und Co.

Immer mehr Menschen haben laut Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt immer weniger Lust auf Fleisch. Woran es liegt und warum ein Flexitarier zu beneiden ist. Plus die besten Länger-Leben-Tipps für ALLE.

Image des Fleischessens verändert sich

Längst hat sich herumgesprochen, dass Fleisch alles andere als gesund ist. Vor Jahren machte der CMA Slogan: „Fleisch ist ein Stück Lebenskraft“ ein regelrechter Siegeszug durch die Kochtöpfe. Wegen der vielen Vitamine und wer weiß was noch alles. Heute steckt in Fleisch vor allem Antibiotika und Tierleid. Diese Mischung schmeckt immer weniger Menschen und macht aus vielen sogar Veganer. Neue Zahlen aktueller Studien deutscher und internationaler Marktforschungs-Institute weisen darauf hin, dass die Anhängerschaft der veganen und vegetarischen Ernährungsweise immer größer wird.

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Tierleidfrei heißt das Motto

Danach hat sich allein in den letzten fünf Jahren der Umsatz von pflanzlichen Brotaufstrichen und Fleischalternativen auf 213 Mio. Euro verdoppelt. Gleichzeitig sank die Nachfrage nach Wurst um acht und die nach Fleisch um ca. 9 Prozent. Wie stark der Trend zum Veganer oder Vegetarier ist, zeigt die Entwicklung vom letzten Jahr: Mehr als elf Millionen Verbraucher verzichteten auf Fleisch und wechselten ins Gemüsefach. Tierleidfrei heißt das Motto. Vor allem auch bei jungen Menschen. 15 Prozent der 16- bis 24-Jährigen bezeichnen sich inzwischen als Vegetarier. „Die Entwicklung zeigt, dass eine tierleidfreie, nachhaltige und gesunde Ernährung nicht länger ein Nischendasein führt, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist“, so Mahi Klosterhalfen, Geschäftsführer der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.

Schwein mit Aufschrift

Tiere bekommen in der Gesellschaft eine immer größere Lobby.

Kompromißlösung Flexitarier

Warum aber verzichten immer mehr Konsumenten auf Fleisch oder werden Veganer? Reduzierter Fleischkonsum ist der Wunsch nach mehr Gesundheit. Dazu kommen ethische Beweggründe und ökologische Bedenken. Vielen Menschen reicht aber schon der reduzierte Fleischkonsum, um sich wohl zu fühlen. Hier kommt der Flexitarier ins Spiel. Dieser Typ macht was er will. Heute vegan, morgen vegetarisch und übermorgen gibt es ein Steak. Alles in Maßen, ohne Zwang. Das hat mit vegan und vegetarisch zwar nichts zu tun, aber Mahi Klosterhalfen rät hier zu Gelassenheit: „Vielfach führen diese ersten Schritte zu einer weiteren positiven Umstellung der Ess- und Lebensgewohnheiten.“ Jeder also wie er will. Der stärkste Mann Deutschlands ist Veganer und die älteste Frau Deutschlands hat nie eine Diät gemacht.

Die besten Länger-Leben-Tipps für Veganer, Vegetarier, Flexitarier und alle, die Lust auf Leben haben

  • Kaffee trinken. Laut Studie täglich zwei bis drei Tassen über den Tag verteilt
  • Bierchen genießen. Eine Analyse von 50 Studien ergab, ein oder zwei Gläser Bier am Tag schützt das Herz. Bei Alkohol gilt: Weniger ist mehr.
  • Knochen stärken. Mindestens dreimal die Woche joggen oder Rad fahren. Schützt vor Osteoporose.
  • Nicht rauchen. 54.000 Männer und Frauen wurden in einer Langzeitstudie über 30 Jahre beobachtet. Ganz klar: Nichtraucher leben länger und sterben weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Raucher.
  • Fetzen fliegen lassen. Streit mit dem Partner ist gesund und macht Ärger Luft. Natürlich nur in Maßen. Die Harmonie sollte überwiegen.
  • Ins Kloster gehen. Männer hinter Klostermauern leben im Schnitt 5 Jahre länger. Warum: Sie rauchen nicht, trinken nicht und fahren weniger rasant Auto.
  • Später Ruhestand. Arbeiten hält jung. Ein US-Öko-Konzern fand heraus, dass frühe Rente nicht alt macht.
  • Viel schlafen. Schlafen wie Dornröschen hält jung und lange am Leben. Nach einer Studie der University of Warwick brauchen Frauen sieben Stunden Schlaf pro Nacht, Männer acht Stunden.
  • Leben auf dem Land. Weg von Lärm-Stress und giftige Abgase schützt vor Herzinfarkt. So eine Studie des schwedischen Karolinska Institutet.
  • Gedichte lernen. Das hält geistig fit und die grauen Zellen jung.

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Textquelle: Bild.de, Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Bildquelle: Flickr/Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, ©snyferok-thinkstock, Autor: Ulrike Rensch