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Free your stuff

Free your stuff : der neue Trend

Jeder kennt es: In unseren Kellern stapeln sich Kisten mit unzähligen alten Dinge, die wir nicht mehr brauchen oder mögen. Andere suchen vielleicht gerade genau nach diesen Dingen. Warum also nicht verschenken statt wegzuwerfen?

Möbel, alte CD’s, Bücher, Klamotten, das meiste davon nutzen wir nie. Man hebt sie mit dem Gedanken auf, dass man sie sicherlich bestimmt nochmal gebrauchen kann. Doch das Ende vom Lied? Früher oder später landen sie doch auf dem Sperr-, Papier- oder Sondermüll. In den meisten Fällen sind diese Dinge jedoch nicht "zum in die Tonne kloppen", sondern können von anderen noch gebraucht werden. Wieso also nicht verschenken? Bei Facebook gibt es bereits mehrere Gruppen dieser Art, die jeweils auf eine Stadt beschränkt sind.  Äußerst erfolgreiche Vorreiter in Sachen „Free your stuff“ waren Luxembourg (über 5000 Mitglieder) und Trier (über 4000). Die später gegründete Gruppe in Mainz übertrumpft dies jedoch: Aktuell gibt es 8.601 Mitglieder, von denen gerade in den letzten Tagen 156 neu dazukamen. Verschenken statt Wegwerfen – das ist hier das Motto.

Die Gruppen sollen die Möglichkeit bieten mit ausgedienten Gegenständen aus dem eigenen Haushalt anderen eine Freude zu machen. Doch wie funktioniert‘s?

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Braucht man etwas dringend oder hat etwas abzugeben, dann postet man dies in der Gruppe. Für die Übersichtlichkeit setzt man vor jedes Gesuch ein "NEED:" und vor jedes Angebot ein "GIVE:". Wenn sich mehrere Personen für ein Angebot interessieren, entscheidet der Geber, wer es bekommt. Das wichtigste ist jedoch: Kein Tausch und kein Verkauf, alles ist bei „Free your stuff“ umsonst!

Der Trend geht bereits weiter: in der „Free your craft MAINZ“-Gruppe kann man auch Dienstleistungen, beispielsweise Hilfe beim Umzug oder Nachhilfe, kostenlos anbieten. Dies funktioniert auch mit Essen. Unzählige Foodsharing-Gruppen finden sich bereits in Facebook.

Mit dieser schönen neuen Modeerscheinung kann man anderen eine Freude machen, nette Leute kennenlernen und gleichzeitig hilft man dadurch weniger Müll zu produzieren. Weiter so. Gründen auch Sie in Ihrer Stadt eine „Free your stuff“-Gruppe!

Quelle: Facebook / Text: Christina Jung