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Maibaum
Traditionen im Mai

Wonnemonat Mai: Was bedeutet der Maibaum?

Der Mai gilt als Wonnemonat, weil er uns meistens die ersten sommerlichen Sonnenstahlen und Frühlingsgefühle schenkt. Und der Mai ist auch der Monat voller Feste. Der Maibaum spielt dabei eine wesentliche Rolle. Was er bedeutet und welche Tradition sich im Mai dahinter verbirgt.

Der Mai ist die Brücke zum Sommer. Die Landschaft sprießt, das Wohlgefühl steigt und es zieht den Menschen wieder in die Natur. Die ersten warmen Sonnenstrahlen vertreiben die Wintersmüdigkeit und machen Lust auf Feste im Freien.

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Wonnemonat Mai und der Maibaum

Auch der Maibaum gehört zum Wonnemonat Mai und dieser hat eine lange Tradition, die regional gefeiert wird. Zwar gibt es keine eindeutigen Aufzeichnungen, die die genaue Herkunft der Bedeutung vom Baum im Mai erklären, jedoch geht man davon aus, dass er aus dem Germanischen stammt und es sich um ein heidnisches Symbol für die Fruchtbarkeit handelt.

Am 1. Mai wird gefeiert

Vor allem in ländlichen Regionen wird die Tradition vom Maibaum regional noch heute gepflegt. In der Regel ist es am 1. Mai üblich, auf dem Dorfplatz einen Baumstamm aufzustellen, der mit unterschiedlichen Gaben verziert wird. Vor allem in Bayern obliegt im Mai das Aufstellen vom Baum des örtlichen Burschenvereins. Teilweise kommt es dabei zu einem Wettstreit unter den Dörfern, wer den größten Baum aufgestellt hat. Und es gehört regional ebenfalls zur Tradition, dass der Maibaum von den Burschengemeinschaften aus den benachbarten Dörfern gestohlen wird. Beim Zurückgeben kommt es zu einem feuchtfröhlichen „Auslösen“ des Baums.

Tanz in den Mai

Feiern im Mai mit Musik und regionalen Gütern

Dem Aufstellen des Baums im Mai folgt ein Maibaumfest mit Musik und Verzehr von regionalen Gütern. Natürlich fehlen hierbei, je nach Region, weder Wein noch Bier und sorgen für ausgelassene Feststimmung im Mai. Eine weitere Tradition im Mai rund um den Baum ist das Kraxeln. Der Stamm wird dabei ohne große Hilfsmittel erklommen.

Mai ist der Monat der Liebe

Doch der Maibaum ist auch ein Ausdruck der Liebe. Am 1. Mai setzen Männer ihrer Liebsten eine Birke als Zeichen der Liebe und Zuneigung vor das Haus. Die Birke verkörpert im Mai das Wiedererwachen der Natur. Übrigens: ein neuer Trend hat sich in den letzten Jahren entwickelt: In Schaltjahren (das nächste steht 2016 an), setzen Frauen einen Baum im Mai als Symbol der Liebe und Zuneigung. Eine Birke kann persönlich beim Förster oder Gärtner abgeholt werden, im Internet gibt es gar einen Lieferservice unter maibaumaktion.de.

Belohnung für das Abholen vom Baum Ende Mai

Aufgestellt werden sollte der Maibaum laut Überlieferungen am Regenfalltor des Hauses, in dem die/der Geliebte wohnt. Man schmückt ihn mit Herzen und Bändern. Ende Mai wird der/die Baumaufsteller/in aufgefordert, den Baum wieder abzutransportieren und wird damit mit etwas Leckerem belohnt. Je nach Region gibt es unterschiedliche Arten der Belohnung. Vom Bier bis zu einem umfangreichen Abendessen.

Textquellen: wikipedia.org, bayern.by, maibaumaktion.de, Autor: Ulrike rensch, Bildquelle: Depositphotos/Tinieder, ©sarradet- thinkstock