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Heissisches Umweltprojekt wird ausgezeichnet
Biologische Vielfalt

Verlust der Biodiversität hat schwere Folgen

Die biologische Vielfalt schwindet weltweit und mit ihr eine auch für den Menschen wertvolle Lebensgrundlage. Umso wichtiger sind Projekte, die dazu beitragen, die Biodiversität zu erhalten und die Vielfalt der Tiere und Pflanzen auch auf regionaler Ebene zu schützen.

Der Zeitraum von 2011 bis 2020 ist die „UN-Dekade Biologische Vielfalt“. Das haben die Vereinten Nationen angesichts der auf der ganzen Welt stark abnehmenden Vielfalt der Tiere und Pflanzen beschlossen. Damit wollen sie möglichst viele Menschen dazu begeistern, sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einzusetzen.

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Verlust der biologischen Vielfalt bringt die Welt aus dem Gleichgewicht

Denn mit ihr schwindet eine auch für den Menschen wichtige Lebensgrundlage. Der Verlust der Biodiversität führt dazu, dass sich Ökosysteme verändern und letztendlich die Welt aus dem Gleichgewicht gerät. Dadurch können Ernährungs- und Energiesicherheit ab-, die Anfälligkeit für Naturkatastrophen gleichzeitig zunehmen. Der Zugang zu Rohstoffen und sauberem Wasser ist nicht mehr gesichert. Obwohl diese langfristigen negativen Folgen die kurzfristigen Vorteile, die sich aus der Ausbeutung der biologischen Vielfalt ergeben, deutlich überwiegen, ist der Verlust derselben vor allem ein Resultat der menschlichen Eingriffe in die Natur.

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Deshalb liegt es in der menschlichen Verantwortung, Maßnahmen zu ergreifen, um die Biodiversität erhalten zu können. Dazu zählen auch regionale Projekte wie das Projekt zur Förderung der Bechsteinfledermaus des Naturparks Rhein-Taunus in Hessen. Seit Sommer 2014 unterstützt es den Kolonieverbund der Bechsteinfledermaus, einer mittelgroßen Waldfledermaus, die in Mitteleuropa zwar relativ weit verbreitet, aber nirgendwo häufig vorkommt. Ihr idealer Lebensraum sind möglichst feuchte Eichen-Buchenwäldern, manchmal sind sie aber auch auf Streuobstwiesen oder in Parkwäldern zu finden.

Hessisches Projekt wird offiziell ausgezeichnet

Das hessische Projekt hat die Erwartungen, die zu Beginn gestellt wurden, bereits deutlich übertroffen: Statt angepeilten 15 konnten in den zwei Jahren seit Projektbeginn bereits 32 Koloniestandorte der Bechsteinfledermaus im Naturpark Rhein-Taunus identifiziert werden. Forstleute und Naturschützer haben eng zusammengearbeitet, um herauszufinden, welche Waldelemente und Strukturen dafür gesorgt haben, dass die Fledermäuse sich im Naturpark weiter verbreitet haben.

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Basierend auf ihren Ergebnissen wurden Handlungshinweise für die Forstpraxis ermittelt, die nun auch in anderen Regionen für das Management der Bechsteinfledermaus genutzt werden können. Aufgrund seines großen Erfolgs und Vorbildcharakters wurde das Projekt jetzt von der hessischen Umweltministerin Priska Hinz offiziell als „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet. Diesen Titel darf es zwei Jahre lang führen. Weitere Informationen unter www.naturpark-rhein-taunus.de.

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Quellen: HMUKLV, Bilder: Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt, Text: Ronja Kieffer