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Ölunglück Exxon Valdez
Trauriges Jubiläum

Ölpest immer noch nicht besiegt nach Tankerunglück Exxon Valdez vor 25 Jahren

Vor 25 Jahren lief der Öltanker Exxon Valdez auf Grund. Ganze 37.000 Tonnen Rohöl flossen bei der Katastrophe ins Meer und die Folgen der Ölpest sind noch heute in der Umwelt bemerkbar. Ein Unglück für Mensch, Natur und Umwelt.

Am 24. März 1989, und damit genau vor 25 Jahren, lief das Schiff Exxon Valdez vor Alaska auf ein Riff und löste damit die größte Ölpest des zwanzigsten Jahrhunderts aus. Das Schiff unter amerikanischer Flagge wurde für den bekannten US-Ölkonzern ExxonMobil gebaut und konnte 235.000 Kubikmeter Rohöl transportieren. Am Tag des Unglücks war das Schiff auf dem Weg von der Trans-Alaska Pipeline in die Hafenstadt Valdez. Zu diesem Zeitpunkt war es mit 153.000 Tonnen Rohöl beladen. Der Kapitän des Schiffs war während der Fahrt betrunken und befand sich deshalb schlafend in seiner Koje. Aus diesem Grund übernahm der unerfahrene, dritte Offizier die Verantwortung auf der Brücke. Dieser vergaß jedoch nach einer Reiseroutenabweichung das Schiff auf den sicheren Kurs zurückzuführen. Aus diesem leichtsinnigen Grund lief das Schiff auf Grund und die Katastrophe nahm ihren Lauf.

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Tiere sterben durch das Öl. ©predrag1/iStock/Thinkstock

Ölpest verseucht Meer und damit Ökosystem

Bei dem Unfall liefen ganze 37.000 Tonnen Rohöl aus, die das Ökosystem des Ozeans schädigten. Über 2.000 Kilometer Küste wurden verseucht und hunderttausende Tiere, wie Otter, Fische, Robben und andere, die im und um den Ozean leben, starben. Auch heute sind die Folgen der Katastrophe noch spürbar: Es sterben immer wieder Tiere durch Ölreste, die noch nicht abgebaut sind und die sie durch ihre Nahrung aufnehmen. Der Konzern Exxon Mobil musste nach einem fast zwanzig Jahre dauernden Prozess circa 4,4 Milliarden Dollar für Säuberung, Schadensersatz und mehr bezahlen. Eine hohe Summe, die jedoch die fatalen Folgen für das Ökosystem nicht wieder gutmacht.

Die schlimme Ölkatastrophe brachte jedoch auch Bewegung in den Umweltschutz und die Sicherheit von Öltankern. Die sogenannten Valdez-Prinzipien, die von der Non-Profit-Organisation CERES entwickelt wurden, betreffen unter anderem den Schutz der Biosphäre, den effizienten Einsatz von Energie und die Haftung bei Ölschäden. Viele große Unternehmen haben sich zu diesen Prinzipien verpflichtet. 25 Jahre nach der Katastrophe sind die Menschen vielleicht etwas vorsichtiger und es gibt mehr Richtlinien. Ob all diese Regeln helfen, ist jedoch fraglich, wenn man zum Beispiel die Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ im Jahr 2010 betrachtet.

Text: Kristina Reiß