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Fuchs Jagd barbarisch
Gejagt gehetzt getötet

Gejagt, gehetzt, getötet Jagd nach dem Fuchspelz

Im beschaulichen Baden-Württemberg fließt literweise Blut vom toten Fuchs. Hier wird gejagt nach Lust und Laune. Aus dieser Leidenschaft  soll jetzt auch noch ein profitables Geschäft  entstehen. Sinnloses Sterben für den Pelz vom toten Fuchs, den niemand will. Was sagt der Tierschutz dazu.

Wie heißt es so schön in einem Werbeslogan: „Wir können alles. Außer Hochdeutsch“. Damit wirbt Baden-Württemberg für viel Tradition und Heimatliebe. Anscheinend gehören Tierliebe und Tierschutz nicht ins Schwabenland. Pro Jahr sterben hier durch feige Jagdflinten 80.000 Füchse auf erbärmliche Weise. Vor der Kamera des RTL-Senders freut sich eine feine Jägerdame: „Wir versuchen, so viele wie möglich zu erlegen“. Mit einer Vorfreude auf den nächsten Schuss aus dem verborgenen Winkel.

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Keine Gnade für den Fuchs

Jäger haben ihre Tötungsargumente ja immer bei sich in der grünen Jägertasche: Schutz des Auerhuhns und des Hasen oder Schutz des Niederwilds. Nur stirbt das Auerhuhn, der Hase und alles was sonst noch tierisch lecker schmeckt und in die Pfanne passt auch durch die blutige Jägerhand. Laut Nabu geht von dem Fuchs keine Gefahr für die Natur und Umwelt aus, denn es gibt so viele Füchse, wie das die Lebensraumkapazität zulässt.

Jagd nach dem Fuchs ist sinnlos

Eine Fuchsjagt ist aus Regulierungsgründen also nicht flächendeckend notwendig.Was also soll das Argument. Es gibt nämlich noch ein anderes: Viel Geld und viel Profit für ganz viele teure Pelze. Schöne Pelze, wie ein heimischer Kürschner schwärmt und sanft seine Hand über den toten Pelz fahren lässt. Dahinter klingelt die Geldkasse und wartet auf noch mehr Verkauf.

Pelz vom Fuchs bringt viel Geld

Naturschützer wissen schon lange, dass niemand diesen Pelz von einem toten Fuchs tragen will. Warum denn auch? Hierfür musste ein Tier qualvoll sterben. Blut am Hals will keiner tragen.„Die Gesellschaft möchte keine Pelze", sagt der Vorsitzende des Naturschutzbundes Baden-Württemberg, André Baumann. Nur fünf Prozent von den geschossenen Füchsen werden verwendet. Der Rest landet in der Tonne.

Erst den Fuchs erlegen, dann feiern

Was also soll der Mord am Fuchs? Ist es die Lust am Töten? Die Lust am heimlichen Jagen wie zu Zeiten der Neandertaler. Eins sein mit der Natur wie die Indianer. Bestimmt nicht, denn die Jäger rennen ja nicht, sondern liegen auf der Lauer mit Flinte und Zielfernrohr. Danach gibt es lecker Kaffee und ein Schuss Rum bei der Siegesfeier.

Was am Ende bleibt, die der tote Fuchs, der erlegte Hase, das geschossene Wildschwein, das erlegte Reh, der tote Hirsch oder tote Auerhahn. Denn Jäger wird es immer geben. Wie wäre es mit einem Dankeschön an die toten Tiere. Damit ihr Sterben nicht ganz sinnlos war.

Fuchsjagd tote Tiere

Textquelle: Nabu, Bildquelle: "fuchs in gstaad" ©Martin Abegglen/Flickr, CC BY-SA 2.0, Depositphotos/phb.cz