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Ein Rehkitz sucht Schutz. © shadowmac/iStock/Thinkstock
Aktion Wildretter

Rehkitze schützen: Aktion Wildretter verbessert Mähtechnologien in Landwirtschaft zum Wohl von Tieren

Landwirtschaftliche Mähmaschinen stellen eine große Gefahr für junge Wildtiere wie Rehkitze dar. Um die Tiere zu schützen entwickelt die Aktion Wildretter nun neue Technologien für die Landwirtschaft.

Im Frühjahr kommt bei den Wildtieren der Nachwuchs, den sie gerne in hohem Gras verstecken, um ihn so vor Feinden zu schützen. Gerade Rehkitze, kleine Hasen und Vögel, die am Boden brüten werden so jedoch einer neuen Gefahr ausgesetzt: Mit Beginn der Frühjahrsmahd können für sie Landmaschinen zur tödlichen Gefahr werden.

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Instinkte versagen bei Landmaschinen

Rehkitze haben zum Beispiel den sogenannten „Drückinstinkt“. Das heißt in den ersten Lebenstagen fliehen Rehkitze nicht in Gefahrensituationen, sondern verharren am Boden. Zum einen sind sie so für natürliche Feinde zwar schwer zu finden, damit werden sie zum anderen aber auch Opfer von Mähmaschinen. Jäger, Landwirte, Technik und Industrie sind aus diesem Grund auf der Suche nach neuen Methoden, um die Jungtiere besser zu schützen. Das Projekt „Wildretter“, das vom Bundeslandwirtschaftsministerium unterstützt wird, entwickelt deshalb ein Anwendungssystem, das zuverlässig Rehkitze beim Mähen rettet. Zusätzlich bittet das Bundeslandwirtschaftsministerium Landwirte und Jäger darum Möglichkeiten zu nutzen, um Jungtiere zu schützen. Betreffende Flächen sollen vorab beobachtet und (mit Hunden) begangen werden oder bisher gängige wildtierschonende Mähverfahren verwendet werden.

Quelle: BMEL
Text: Kristina Reiß