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Chimaeren_Fisch

© Wilhelma

Seekatzen aus der Meerestiefe

Ein außergewöhnliches Wesen: der Chimären Fisch

Sie wirken wie Wesen aus einer anderen Welt, werden Seeratten genannt, gehören aber zu den Knorpelfischen: die pazifischen Chimären.

Im Aquarium der Wilhelma gleiten seit Anfang November zwei Chimären aus Vancouver als Vertreter der pazifischen Tiefseefauna durch ein 10 - 11°C kühles Becken mit blauer Beleuchtung.

Vor 300 Millionen Jahren waren sie die beherrschende Fischgruppe im Meer - heute gibt es nur noch etwa 40 Arten dieser lebenden Fossilien in den kalten und gemäßigten Ozeanen. Weil ihr hinteres Ende so gar nicht wie ein Fischschwanz aussieht, werden sie im Volksmund auch Seeratten oder Seekatzen genannt. Zum Schwimmen benutzen sie daher auch vorwiegend die großen, kräftigen Brustflossen.

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Chimaeren-Fisch

© Wilhelma

Das Aquarium ist zwar tiefseemäßig unmöbliert, aber die Chimären bewohnen es nicht allein: Gelegentlich stoßen sie auf einen Seestern - diese nützlichen Allesfresser sind für die Beseitigung von Futterresten zuständig. Auf dem Speiseplan der Seeratten standen zunächst nur lebende Sandgarnelen. Mittlerweile werden diese gemischt mit etwas Frostfutter (Muscheln & Kalamari) serviert, um die Fische langsam an totes Futter zu gewöhnen.

Diese bezaubernden Botschafter aus der Tiefsee sind in Schauaquarien nicht häufig zu sehen - in Deutschland werden Chimären nur in Berlin und Stuttgart gehalten. Wer also gerade kein U-Boot zu Hand hat, kann ja im Aquarium mal einen wenn auch eingeschränkten Blick auf die Wesen der Tiefsee werfen.

Quelle: Wilhelma / Text: Christina Jung