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Architekt Urban Gardening
Urban Gardening 2.0

Urban Gardening neu definiert

Eine überalterte Gesellschaft, rasant wachsende Metropolen und eine Lebensmittel-Importquote von rund 90 Prozent – Singapur steht vor massiven gesellschaftlichen Problemen.  Eine partielle Lösung bietet das Architekturbüro Sparks mit seinem Homefarm-Konzept.

Galt Urban Farming lange als zwar spannende aber lediglich in Kleinsteinheiten umsetzbare Gartenalternative für Individualisten, Abenteurer und Querdenker so scheint sich hier endlich einiges zu ändern. Wie die Großstadtgärten der Zukunft aussehen können und welche Vorteile sie bieten zeigt eine Studie mit der das Architekturbüro Sparks aktuell für Aufsehen sorgt. Das ‚Homefarm’ betitelte Wohnanlagen-Konzept ist ganz auf die Situation in Singapur zugeschnitten. 

Die mehrstöckigen Häuser sollen, so die Idee von Sparks, überwiegend von Rentnern bewohnt werden, die sich um die Fischbassins sowie um die Frucht- und Gemüsepflanzen, die auf den Dächern, Balkonen und den offen angelegten Innenhöfen angebaut werden kümmern.

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  • Der Versorgungskreislauf im Gebäude ist äußerst nachhaltig und effizient.
  • Ein Querschnitt durch das Gebäude, so werden die Nutzflächen verteilt.
  • Das Gebäude wird optimal und nachhaltig mit Wasser versorgt.
  • Eine wunderbarer Komplex aus wohnen und gärtnern.

Regenwasser statt Leitungswasser

Dabei wird mit einem clever ausgetüftelten Kreislauf gearbeitet. Regenwasser wird aufgefangen, in unterirdischen Reservoirs gespeichert und bei Bedarf in die Fischteiche gepumpt. Angereichert mit den natürlichen Nährstoffen aus der Fischfarm fließt das Wasser durch ein Rohrsystem in die Gartenanlagen und sorgt so für eine konstante Bewässerung und ökologische Düngung. Das Nutzwasser fließt danach ebenfalls wieder in den Kreislauf zurück. Laut Sparks könnte bei großflächiger Umsetzung nicht nur die Menge der in Singapur produzierter Lebensmittel signifikant gesteigert sondern auch das gesamte gesellschaftliche Gefüge des asiatischen Landes verstärkt werden. Ob und wieweit die Studie umgesetzt wird ist bislang noch nicht bekannt.

Quelle: sparkarchitects Text: Andreas Grüter