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Nachhaltigkeit im Tourismus: Umweltschonend Ferien machen.

Nachhaltigkeit im Tourismus fängt bei jedem Einzelnen an

Nach Thailand fliegen verbraucht 6,5 Tonnen CO2. Pro Passagier. Ein Tag im schicken Hotel schlägt mit 1.700 Litern Wasser am Tag zu buche. Für saubere Pools, üppige Gärten im heißen Klima oder Wellness-Angebote. Nachhaltigkeit im Tourismus geht auch anders. Wir haben die besten Tipps.

Am 24. September 2011 war ein weltweiter Aktionstag zum Schutz des Klimas. In insgesamt 170 Ländern wurden Veranstaltungen durchgeführt, um auf das gefährdete Klima hinzuweisen. Gerade das sorglose Reisen ist oftmals klimaschädlich. Das Forum Anders Reisen, ein Zusammenschluss aus über 130 Reiseveranstaltern, die sich Nachhaltigkeit im Tourismus auf die Fahne geschrieben haben, hat einige Tipps, die das Reisen nachhaltiger gestalten. Ohne erhobenen Zeigefinger und ohne den Urlaubsspaß zu vermiesen.

Nachhaltigkeit im Tourismus: Reisebranche muss mehr Verantwortung zeigen

«Klimaschutz und Nachhaltigkeit müssen Kernaspekte bei der Konzeption zukunftsfähiger Reiseprodukte werden», erklärt Johannes Reißland, Geschäftsführer im Verband für Nachhaltigkeit im Tourismus. «Kurztrips mit dem Flugzeug gehören nicht in ein nachhaltiges Angebotsportfolio», so Reißland weiter.

Stattdessen müssen die Reiseveranstalter dem reisenden Kunden mehr Transparenz liefern, mehr Aufklärung betreiben. Wenn beispielsweise ein Flug nach Thailand 6,5 Tonnen CO2 – drei Mal mehr, als ein Durchschnittsbürger im ganzen Jahr und im Alltag – verursacht, dann sollte der Reisende dies auch wissen. «Bei Reisen der Mitglieder des Forum Anders Reisen ist die Reisedauer an die Flugdistanz gebunden: Je weiter das Ziel entfernt ist, desto länger bleiben die Urlauber vor Ort. Zudem werden die entstehenden Emissionen ausgewiesen und auf die Möglichkeit einer Kompensation hingewiesen», so Reißland. Somit soll Nachhaltigkeit im Tourismus nicht heißen, dass das Urlaubsvergnügen leidet, sondern Aufmerksamkeit und einfache Mittel sollen die schönsten Tage des Jahres sozialer, ökonomischer und umweltfreundlicher gestalten.

Nachhaltige Ferien machen und dabei das Klima und die Umwelt schonen.

Nachhaltiger Tourismus ist gut für die Umwelt und schont das Klima.

Die besten Tipps für Nachhaltigkeit im Tourismus

Das Forum Anders Reisen will Urlauber dazu ermutigen, mehr über die schönste Zeit im Jahr nachzudenken. Denn Nachhaltigkeit im Tourismus fängt bei jedem Einzelnen an und hat vor allem damit zu tun, dass jeder selbst aktiv wird und über die Auswirkungen seines Urlaubs nachdenkt. Folgende Tipps dieses Reiseanbieter-Verbandes sorgen für einen nachhaltigeren Urlaub.

  • Fliegen Sie nur, wenn die Reise nicht anders machbar ist, denn der dadurch verursachte CO2-Ausstoß ist der Klimakiller Nummer Eins. Bis zu 80 Prozent des CO2-Ausstoß einer Reise werden durch einen Flug verursacht. Und wenn Sie fliegen, dann bleiben Sie möglichst lange vor Ort. Sehen Sie unter www.atmosfair.de nach, wie viel Ihr Flug an CO2 produziert und informieren Sie sich darüber wie Sie dies durch innovative Projekte kompensieren können.
  • Bei der Anfahrt mit dem Auto ist die Richtgeschwindigkeit mit 120 km/h nicht nur am wirtschaftlichsten, sondern auch am stressfreisten. Zudem schon bei wenigen Sekunden Wartezeit lohnt es sich, den Motor abzuschalten.
  • Regionale Produkte und Dienstleistungen wählen schont das Klima, da ein weiter Transport dadurch entfällt.
  • Warum immer in die Ferne reisen? Nicht umsonst machen 30 Prozent der Deutschen einen Urlaub in der Heimat
  • Ressourcen schonen: Viele Hotels bieten an, nur bei Bedarf de Handtücher auszutauschen. Dies spart viel Wasser, CO2 und Waschmittel. Nutzen Sie diesen Service!
  • Ein Tourist verbraucht im Durchschnitt 1.700 Liter Wasser pro Tag. Für den Pool und dessen Reinigung, Wäsche waschen, Wellness-Anwendungen, etc. Wählen Sie für den Urlaub am Meer ein kleines, schickes Hotel mit einem riesigen Salzwasser-Pool, das Meer. Denn, im Zweifelsfall drehen Sie der Bevölkerung vor Ort den Hahn ab.
  • Aktiv sein, statt vor Ort das Klima weiter zu belasten. Entscheiden Sie sich eher für einen Urlaub, bei dem Sie etwa durch Wandern oder Radfahren die schöne Natur erleben. Das ist nachhaltiger, als Rundflüge zu buchen oder Golfen mitten in der Wüste, weil so viele Ressourcen verbraucht werden.
  • Informieren Sie sich vorab über nachhaltige Reisen. Das sind beispielsweise solche, die «CSR Tourism Certified» sind.

 

Text: Jürgen Rösemeier, Quelle: Forum Anders Reisen

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