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Pestizid-Skandal: Lebensgefahr für ungeborene Kinder

Es kriecht ins Gehirn von ungeborenen Kindern, die sich im Mutterleib entwickeln und richtet verheerende Schäden an. Internationale Wissenschaftler schlagen Alarm und warnen vor dem Pestizid Chlorpyrifos. Es vernichtet Insekten, kommt auch in Deutschland zum Einsatz und schadet schon in geringen Dosierungen. Ein Skandal, über den ecowoman.de nachhaltig aufklärt!

Schon lange Zeit schlummerte der Skandal im Verborgenen: Untersuchungen hatten nachgewiesen, dass Pestizide wie Chlorpyrifos die Hirnstrukturen angreifen können. Doch die Warnungen drangen nicht an die Öffentlichkeit und es wurde in Kauf genommen, dass Kinder schwere Schäden davontragen. Wie das Wissenschaftsmagazin „Proceedings oft he National Academy of Scienes“ und spiegel-online berichteten konnten Wissenschaftler nun in einer Studie mit 40 Kindern aus New York nachweisen, dass die Schadstoffe bei Ungeborenen im Mutterleib immense Schäden anrichten.

Die Wissenschaftler sprachen von besorgniserregenden Ergebnissen. In unseren Regionen wird das Schädlingsbekämpfungsmitttel hauptsächlich im Wein- und Obstbau eingesetzt, jedoch auch in privaten Gärten und Häusern. Das Mittel ist im Handel frei erhältlich. Im schlimmsten Falle gelangt das Gift nach dem Spritzen in die Nahrungskette und gefährdet die gesamte Bevölkerung. Bei den untersuchten Kindern wurden Veränderungen in der Hirnoberfläche festgestellt. Vor allem in Bereichen, die für das Gefühlsleben, die Konzentrationsfähigkeit und die sozialen Fähigkeiten zuständig sind.

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Es kam zu Schrumpfungen der Hirnsubstanz in diesen Regionen. Weitere Studien malen ein Bild der Angst: Die Zeitschrift „Pediatrics“ veröffentlichte eine Untersuchung, die einen Zusammenhang des Giftes mit ADHS entdeckte. Forscher  aus Columbia kamen zum Ergebnis, dass der Schadstoff den Intelligenzquotienten der betroffene Kinder senken könne.

Leider gibt es bisher weder Verbote, noch gesetzlichen Regelungen, die dem teuflischen Gift den Gar ausmachen. So müssen die Verbraucher, wieder einmal, Selbstschutz beweisen. Experten raten dazu,  Gemüse und Obst grundsätzlich zu waschen.

Jedoch ist die Entfernung von Pestiziden dadurch nur bedingt möglich. Einziger Ausweg: Kauf und Verzehr von Obst und Gemüse aus biologischem Anbau. Hier sind Giftstoffe ein Fremdwort.

Text: Peter Rensch