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Unser Koerper braucht den Schlaf
Einfach gut schlafen

Zehn Tipps für einen gesunden Schlaf

Viele Menschen haben mit Schlafproblemen zu kämpfen. Das kann sehr belastend sein. Bevor Sie aber zu Tabletten und künstlichen Einschlafhilfen greifen, probieren Sie es mal mit diesen zehn einfachen Tipps für einen erholsamen Schlaf.

Wie wichtig guter Schlaf für unser Wohlbefinden ist, merken wir spätestens, wenn wir uns nach einer unruhigen Nacht abgeschlagen und energielos fühlen. Nicht nur unser Körper, sondern auch unser Geist ist auf einen gesunden Schlafrhythmus und auf ausreichend Nachtruhe angewiesen.

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Trotzdem wälzen wir uns häufig unruhig im Bett hin und her und kommen einfach nicht zur Ruhe. Das kann viele Ursachen haben, von zu viel Koffein bis hin zu Stress und bedrückenden Gedanken, die sich im Kreis drehen. Und schon während die Stunden auf dem Wecker unerbittlich voranschreiten, wissen wir ganz genau, dass der nächste Tag eine echte Qual werden wird – was das Einschlafen natürlich auch nicht gerade einfacher macht.

Mit kleinen Tricks koennen Sie gut schlafen

Doch es gibt durchaus Mittel und Wege, wie wir selbst für einen guten Schlaf sorgen können. Zum Beispiel mit folgenden zehn Tipps:

1. Weniger Koffein

Klar, dass dieser Tipp an erster Stelle steht. Ebenso klar, dass es gar nicht so einfach ist, von heute auf morgen weniger Koffein zu sich zu nehmen. Für viele Menschen gehört die Tasse Kaffee am Nachmittag einfach dazu. Genauso wie die Tasse zum Frühstück, die erste Tasse im Büro, die Tasse nach dem Mittagessen, die Tasse zum Feierabend… Es muss ja nicht alles auf einmal passieren, aber wer besser schlafen will, sollte seinen Koffeinkonsum nach und nach zurückfahren, vor allem am Nachmittag und am Abend. Koffein ist übrigens nicht nur in Kaffee enthalten, sondern auch auch in Tee, Schokolade, Energieriegeln und Softdrinks.

Koffein laesst uns schlecht schlafen

Auf Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke sollten Sie vor dem Einschlafen verzichten.

2. Stecker ziehen

Schalten Sie mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen alle elektronischen Geräte aus und lassen Sie Ihren Geist zur Ruhe kommen. Das unnatürliche Licht, das Ihr Laptop oder Ihr Handy ausstrahlen, stört Ihren inneren Rhythmus, indem es Ihren Sinnen Helligkeit suggeriert und so für Schlaflosigkeit sorgt. Wer gerne im Bett liest, sollte entsprechend lieber ein echtes Buch zur Hand nehmen als ein Kindle oder ähnliches.

Stecker ziehen

3. Keine Mitternachtssnacks

Wenn wir müde sind, verlangt der Körper manchmal nach hochkalorischer Nahrung, weil er sich davon einen (kurzfristigen) Energieschub verspricht. Aber auch hier gilt: mindestens eine Stunde, bevor Sie ins Bett gehen, sollten Sie besser nichts mehr essen. Denn Nahrung, die wir unmittelbar vor dem Schlafengehen zu uns nehmen, können wir nicht so gut verdauen und auch das verursacht unruhigen Schlaf.

4. Etwas Warmes trinken

Besser ist es, sich am Abend eine Tasse Tee aufzubrühen – natürlich ohne Koffein. Eine gute Wahl ist zum Beispiel Minztee, denn der hat eine beruhigende Wirkung. Wem das zu langweilig ist, der findet sogar im Supermarkt eine breite Auswahl an Kräuter- und Gewürzteemischungen, die als Gute-Nacht-Tees geeignet sind. Oder er greift auf die klassische Variante der warmen Milch mit Honig zurück. Die wärmt von innen und lässt Kindheitserinnerungen aufkommen.

Warmer Tee

Beruhigend und wohltuend: eine Tasse warmer Tee.

5. Tageslicht am Tag

So wenig, wie wir am Abend, wenn unser Körper herunterfährt und sich auf den Schlaf vorbereitet, helles Licht gebrauchen können, so sehr brauchen wir es am Tag in Form von natürlichem Tageslicht. Denn es hilft unserer inneren Uhr, richtig zu ticken, tagsüber aktiv zu sein und abends zur Ruhe zu kommen. Gehen Sie raus und atmen Sie frische Luft – und sei es nur für einen kurzen Spaziergang in der Mittagspause.

6. Eine Stunde Ruhe

Nehmen Sie sich jeden Tag eine Stunde Zeit für sich selbst und unternehmen Sie etwas, das Ihnen gut tut. Das kann ein Spaziergang sein oder ein gutes Buch – Hauptsache, Sie kommen zur Ruhe und finden einen Ausgleich zum stressigen Alltag. Am besten ist es, wenn Sie sich die Stunde täglich fest einplanen, damit Ihnen nichts dazwischen kommen kann.

Wohltuendes Fußbad

Ein warmes Fußbad sorgt für Entspannung

7. Warmes Fußbad

Vor allem in der kühlen Jahreszeit kann ein warmes Fußbad wahre Wunder bewirken. Es fördert die Durchblutung und wärmt gleich den ganzen Körper und natürlich die Füße. Baldrian oder Lavendel im warmen Wasser sorgt zusätzlich für Entspannung.

8. Gedanken aufschreiben

Um Ideen, To-Do-Listen, aufwühlende oder belastende Gedanken nicht mit ins Bett zu nehmen, kann es helfen, sie vor dem Schlafengehen ganz einfach aufzuschreiben und sie somit für die Nacht aus dem Kopf zu verbannen. Und auch Positives wird nicht nur greifbarer und realer, wenn wir es niederschreiben, sondern hilft uns auch, uns zu entspannen und unsere Sorgen loszulassen. Versuchen Sie doch einmal, jeden Abend drei Dinge aufzuschreiben, für die Sie dankbar sind.

9. Lavendelkissen unterm Kopf

Lavendel wird schon seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde eingesetzt, weil es nicht nur angenehm duftet, sondern auch noch gegen Hautentzündungen hilft, Krämpfe löst und – genau – den Schlaf fördert. Ein Lavendelsäckchen oder -kissen können Sie sich entweder selbst nähen oder es in der Apotheke kaufen. Unter oder neben dem Kopfkissen entfaltet es seinen beruhigenden Duft und hilft ganz natürlich beim Einschlafen.

Lavendel

Beruhigender Lavendelduft hilft beim Einschlafen.

10. Routine entwickeln

Nichts hilft Körper und Geist so sehr, zur Ruhe zu kommen, wie eine Routine, die Sie jeden Abend wiederholen. Dann wissen die beiden nämlich, was Sie zu erwarten haben, und können sich entspannen. Und so wird dann auch der erholsame Schlaf bald zur Routine.

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Bilder: Thinkstock  Purestock, nensuria,  robertprzybysz,  marrakeshh,  TKphotography64, kav777,  cyano66,  Monkey Business Images Ltd, Fuse; Text: Ronja Kieffer