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GREENshowroom: Fashion-Show für nachhaltige Mode im Luxussegment.

GREENshowroom: Tolle Luxus-Mode trifft auf Nachhaltigkeit

«Luxus bedeutet für uns wahre Güte – Labels mit Inhalt, Produkte die eine Geschichte zu erzählen haben, Arbeitsweisen mit Rücksicht auf die Natur und Umwelt und in erster Linie durch das Design bestechend.» Dies ist das Motto des GREENshowroom in Berlin. Die Schau beweist, dass eine schicke Garderode auch nachhaltig sein kann.

Vom 18. – 20. Januar treffen sich angesagte Designer wieder in Berlin. Neben der Green Glamour und der Ethical Fashion Show ist der GREENshowroom die dritte parallel verlaufende Messe, die das Thema Nachhaltigkeit in der Mode auf seiner Fahne trägt. Längst sind die Zeiten des Jutesack-Images von birkenstocktragenden Ökos vorbei. Grüne Mode ist schick oder lässig, absolut tragbar und dabei garantiert unbedenklich für die Natur, den Produzenten und natürlich auch für Trägerinnen und Träger.

GREENshowroom oder Noblesse oblige: Nachhaltige Mode für den gehobenen Anspruch

Auf dem GREENshowroom ist das Hauptziel, die Verbindung von Luxus mit Nachhaltigkeit als die einzig zukunftsweisende Perspektive zu präsentieren. Gehobenes Lifestylesegment und Bio, Fairtrade und eine absolut umweltfreundliche Produktion müssen sich heute nicht mehr ausschließen. Man nehme fair und biologisch produzierte, nachwachsende Rohstoffe und eine Fülle an Kreativität, schon kann nachhaltige Mode auch richtig schick sein.

Eines von vielen nachhaltigen Mode-Beispielen: «Atlantic Leather»

Der GREENshowroom findet in passendem Ambiente statt. Im Hotel Adlon.

Der GREENshowroom findet in passendem Ambiente statt. Nachhaltige, aber luxuriöse Mode, präsenbtiert in den luxuriösen Suiten des Adlon. Foto: © Shokay / by Anke Beckmann/Modesearch.de

Wie kreativ und innovativ dabei einige Design-Labels heute arbeiten zeigt das Beispiel der isländischen Firma «Atlantic Leather». Atlantic Leather arbeitet schicke Mode aus vier verschiedenen Fischhäuten. Diese werden nachhaltig zu umweltfreundlich produzierten Designwerken, jene aus Lachsleder sind sogar waschbar. Das beispielhafte Unternehmen nutzt die natürliche Geothermie Islands für die Wassererhitzung, der Strom kommt aus dem Wasserkraftwerk und die Fischhäute kommen als Abfall aus der Fischfabrik. Dior, Prada und selbst Manolo Blahnik sind heute schon Kunden, die nachhaltig produziertes Leder in die High-Fashion integrieren. Damit scheint sich anzudeuten: Nachhaltigkeit auch in der Mode ist ein Thema, dass schon bald zur Selbstverständlichkeit werden kann. Nicht nur der Umwelt zuliebe ist das zu hoffen.

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Angesagtes Label Stewart & Brown: Die Pioniere in Sachen Nachhaltigkeit

GREENshowroom Juli 2011. Die damalige Sommerkollektion.

Dies sind Aufnahmen der Letzten GREENshowroom Mode. Man darf gespannt sein, was dieses Jahr präsentiert wird. Foto: © ASANDRI / by Martin Brand

Seit 2002 am Markt, sind Stewart & Brown die Pioniere der Nachhaltigkeit bei luxuriöser Strickware und klassischer amerikanischer Streetwear. Wird Baumwolle verwendet, so ist diese zu 100 ökologisch produziert. Auch sonst werden ausschließlich nachwachsende Rohstoffe wie edles, mongolisches Kashmir Hanf oder Tencel verwendet. Diese und viele weitere, internationale Labels, aber auch solche von vor der Haustür wie Schmidttakahashi präsentieren sich dieses Jahr in Berlin.

Luxus: Auf dem GREENshowroom neu und zeitgemäß definiert

Das Konzept deutet Luxus neu. Außergewöhnliche gute Qualität zu erfahren und diese in Ruhe genießen zu können, mit der Gewissheit, dass die Produkte im Einklang mit der Umwelt, nachhaltig und mit ökologischen Materialien produziert werden. Das ist das Verständnis des GREENshowroom. «Es ist an der Zeit, gewisse Zyklen sowie Abläufe in der Modebranche zu überdenken. Mit der Realisation des GREENshowrooms machen wir einen Anfang», der Macherinnen der Messe, Jana Keller und Magdalena Schaffrin, die die Messe im Auftrag der Messe Frankfurt GmbH durchführen und organisieren.

GREENshowroom: Die nachhaltigen Kriterien

GREENshowroom: Nachhaltige Luxusmode auf der in fashion und nachhaltige Accessoires

Nachhaltige Mode im GREENshowroom: Accessoires und Schuhe dürfen hier nicht fehlen. Foto: © ALINASCHUERFELD

Die Zielgruppe des GREENshowrooms definieren die Organisatorinnen als das gehobene mittlere sowie das gehobene Genre. Dabei fordern die Richtlinien des GREENshowrooms Design, Zeitgeist und Qualität. Nachhaltiges Arbeiten bei der Mode-Herstellung sollte dabei selbstverständlich sein. So kann es sein, dass nicht jedes Mode-Label zum GREENshowroom zugelassen wird. Stil und Vision, nachhaltige Materialien und Engagement müssen überzeugen. Übrigens: An allen drei Tagen sind die Shows der Modeveranstaltung im Berliner Adlon-Hotel zwar nur geladenen Gästen beziehungsweise Fachbesuchern zugänglich. Die Shops mit den nachhaltigen Mode-Labels sind indes für jeden geöffnet.

Neben dem GREENshowroom, finden parallel auch weitere, nachhaltige Fashion Shows in Berlin statt. Zum einen die Ethical Fashion Show und zum anderen die Green Glamour. Damit ist die in fashion Berlin eine der angesagtesten Modemessen mit dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit.

Ein deutsches Paradebeispiel an Nachhaltigkeit in der Mode ist Anke Domaske. Die Designerin und Mikrobiologin entwickelte ein Verfahren zur Stoffproduktion für Mode aus Milch. Selbstverständlich nur aus Abfällen der Biomilchproduktion. Dies ist, so ist sich die Fachwelt einig, nicht nur in Sachen Nachhaltigkeit, eine sensationelle Erfindung. Mehr dazu im Interview mit Anke Domaske.

Quelle: www.green-showroom.net Text: Jürgen Rösemeier