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HundM setzt auf Nachhaltigkeit und Textilien aus Bio-Baumwolle.

Verwendung von Bio-Baumwolle: H&M zeigt nachhaltiges Engagement

Etwa 15.000 Tonnen Bio-Baumwolle hat H&M im Jahre 2010 verwendet und ist damit laut eines Marktreports zur Nachhaltigkeit in der Textilindustrie weltweit führendes Unternehmen. Bekleidung wie Heimtextilien werden bei H&M aus nachhaltig angebauter Baumwolle gefertigt.

«Das Ziel ist es, die Verwendung von Bio-Baumwolle nach und nach zu steigern, als unser Ziel, bis 2020 ausschließlich nachhaltig hergestellte Baumwolle zu verwenden. Wir wollen zudem dazu beitragen, dass der Bedarf aufgrund steigender Nachfrage nach Bio-Baumwolle ausreichend gedeckt wird und Anbaubetriebe dazu motivieren, nachhaltige Baumwolle anzubauen», sagt Henrik Lampa, CSR-Manager Produkte von H&M.

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H&M benutzt bereits seit 2004 Bio-Baumwolle und hat seit 2007 Stoffe aus 100 Prozent Bio-Baumwolle in allen Geschäftsbereichen im Sortiment. Einige Artikel sind zudem aus 50 Prozent Bio-Baumwolle und 50 Prozent konventionell erzeugter Baumwolle im Angebot.

«H&M fährt fort, eine führende Rolle einzunehmen und Innovation zu demonstrieren mit der Ausweitung der Verwendung von Bio-Baumwolle. 2010 hat H&M die Führungsrolle bei der Verwendung von Bio-Baumwolle übernommen. Ihre stylische Eco-Kollektion geht nicht nur auf die Wünsche der Verbraucher ein, sondern unterstreicht auch das langfristige Engagement Mode nachhaltiger zu gestalten», Kommentiert LaRhea Pepper, Geschäftsführerin der Textilbörse.

Bereits seit 2004 engagiert sich H&M nicht nur für den Anbau und die Verwendung von Bio-Baumwolle, sondern auch für die Nachhaltigkeit des konventionellen Anbaus. Dies wird in der «Better Cotton Initiative», kurz BCI, gesteuert in dem H&M eine führende Rolle einnimmt. Ziel des BCI ist es, weniger Chemie und Wasser beim Anbau einzusetzen und gleichzeitig, den Ertrag an Baumwolle zu erhöhen.

Herstellung der Öko-Baumwolle gut, Arbeitsbedingungen aber schlecht?

Report Mainz hat 2010 einen in Bangladesch produzierten Beitrag gesendet, der die Nachhaltigkeit der Herstellung von Öko-Baumwolle zwar bestätigt, die Arbeitsbedingungen der Näherinnen aber kritisiert. Bangladesch ist eines der vielen Drittweltländer, in denen das gros der Bekleidungsindustrie, und nicht nur H&M, von ortsansässigen Unternehmen ihre Mode nähen lässt. Zwar werden die Lizenznehmer laut Unternehmensangaben regelmäßig kontrolliert, doch Report Mainz deckte auf, dass die Arbeitsbedingungen allem, nur nicht den Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. Auch für dortige Verhältnisse werden zu geringe Löhne bezahlt, die Arbeiterinnen sexuell bedrängt und Männer wie Frauen regelmäßig geschlagen so Report Mainz.

H&M veranlasste daraufhin den Austausch des Managements und sorgte für mehr Kontrolle auch durch eigens hierfür angestellte Mitarbeiter.

Warum nachhaltige Mode nicht nur ökologisch gesehen besser ist und auf moderne Schnitte oder Farben nicht verzichtet werden muss, lesen Sie hier: Nachhaltige Mode: Schick, unbedenklich und voll im Trend. Nachhaltige Mode aus Deutschland und eine Innovation aus Milch erfand und entwirft Anke Domaske. Mehr hierzu lesen Sie in einem Interview mit der Mikrobiologin und Designerin.

Quelle: www.bettercotton.org, Text: JRB