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Bio-Baumwolle, Anbau, Nachhaltigkeit
Nachhaltige Baumwolle

Drittbester Bio-Baumwolle Anbieter aus Deutschland

Mit Kleidung aus hundert Prozent nachhaltiger Baumwolle kleiden Sie sich umweltschonend. Leider ist die Nachfrage bisher noch relativ gering. Ein deutsches Unternehmen möchte das ändern: Rund 9000 verarbeitete Tonnen Bio-Baumwolle in 2015 machen Tchibo zum drittgrößten Anbieter weltweit.

Bio-Baumwolle ist die nachhaltige Alternative zu Baumwolle aus konventioneller Herstellung. Bei Kleidung aus Bio-Baumwolle können Sie sichergehen, dass beim Anbau nur natürliche Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel zum Einsatz gekommen sind. Chemische Pestizide sind strengstens verboten. Mit dem Kauf eines T-Shirts aus nachhaltiger Baumwolle lassen sich daher rund sieben Quadratmeter Anbaufläche vor Pestiziden und Kunstdünger schützen. FairTrade bedeutet das Bio-Zertifikat deswegen zwar noch nicht, hier gelten die gesetzlichen Mindeststandards, dennoch nützt die ökologische Wirtschaftsweise den Kleinbauern vor Ort, die dadurch nicht mit gesundheitsgefährdenden Spritzmitteln in Kontakt kommen und hofeigenen Mist und Kompost zum Düngen nutzen können. So lassen sich häufig deutlich bessere Preise erzielen, was sich positiv auf Lebensumstände vor Ort auswirkt. Umso erfreulicher, dass einer der größten Anbieter von Bio-Baumwolle aus Deutschland stammt: Tchibo landet im „2016 Organic Cotton Market Report“ der gemeinnützigen Organisation Textile Exchange erneut auf Platz drei weltweit.

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Bio-Baumwolle in deutschen Unternehmen

Bio-Baumwolle ist nach wie vor nur eingeschränkt verfügbar, was vor allem der bislang geringen Nachfrage geschuldet ist. Tchibo verfolgt das Ziel, bald alle seine Baumwollprodukte aus zu 100 Prozent nachhaltig angebauter Baumwolle herzustellen. Seit zehn Jahren macht das Unternehmen Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil seiner Unternehmenspolitik. Dazu gehört das Engagement zur Verbesserung der Umwelt- und Lebensbedingungen in den Lieferketten. Die aktuelle Familien-Wäschekollektion aus Bio-Baumwolle stammt aus kontrolliert biologischem Anbau (k.b.A.). Zudem wurde ein Teil der Kollektion nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert, der als Standard für Anbau und Verarbeitung von Bio-Fasern gilt und zudem die Einhaltung von strengen Umwelt- und Sozialkriterien entlang der gesamten Lieferkette fordert. Darüber hinaus engagiert sich Tchibo in weiteren Projekten wie etwa dem Appachi Eco-Logic Projekt in Indien, das die Erzeuger bzw. Baumwoll-Kleinfarmer dabei unterstützt, auf umweltfreundliche Anbaumethoden umzusteigen. Ein Gesamt-Engagement, das den dritten Platz verdient. Mit dem Organic Cotton Market Report  stellt die Nonprofit-Organisation Textile Exchance jährlich Unternehmen aus der Textilbranche vor, die nachhaltige Anbaumethoden verfolgen. Von Bio-Baumwolle profitiert also nicht nur die Natur, sondern auch die Kleinfarmer und Familien vor Ort.

Quellen: Tchibo, Umweltinstitut München, Bild: depositphotos lucidwaters, Text: Isabel Binzer