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Plastik im Meer
Kampf gegen Umweltgift

Kalifornien verbietet Mikroplastik

Sieg für die Umwelt! In Kalifornien wurde jetzt ein Gesetz erlassen, das Mikroplastik in Kosmetikprodukten verbietet. Wie kam es dazu und wie können wir in Deutschland auch ein Verbot erwirken?

Zahnpasta, Gesichts- und Körperpeelings, Seife – die Liste der Kosmetikprodukte, in denen meistens Mikroplastik enthalten ist, ist lang. Ihre Anwendungsdauer beträgt wenige Sekunden bis Minuten, ihre „Lebensdauer“ ist jedoch umso länger. Mit dem Wasser werden die Partikel das Abflussrohr hinunter gespült. Da die Klärwerke so kleine Objekte (noch) nicht herausfiltern können, gelangen die Kunststoffe über unsere Flüsse in Seen und ins Meer. Dort reichern sie sich mit weiteren Schadstoffen an und werden von den Wasserbewohnern gefressen, die sie mit Plankton verwechseln. Letztendlich landet das Plastik dann mit dem Fisch auf unserem Teller – nicht gerade appetitlich.
Alleine in den USA gelangen jeden Tag 800 Billionen Mikroplastik-Partikel ins Abwasser. Doch das Bewusstsein für diese Umweltverschmutzung wächst. In Kalifornien wurde jetzt ein Gesetz verabschiedet, das Mikroplastik verbietet – und das überraschend strikt. Um der Industrie gar nicht erst Schlupflöcher zu bieten und um auf Nummer sicher zu gehen, wurde sofort auch biologisch abbaubares Mikroplastik verboten.

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Was deutsche Verbraucher tun können

In Deutschland wollen Petitionen ein ähnliches Gesetz auf den Weg bringen. Bis es zu einem Verbot kommt, können wir Verbraucher nur bewusst Produkte mit dem Umweltgift meiden. Naturkosmetikprodukte kommen ohne Mikroplastik aus und sind außerdem viel ergiebiger. Selbstgemachte Kosmetik  ist ebenfalls viel besser für Ihren Körper und die Umwelt.   

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Quelle: Treehugger; Bild: "Waste" Flickr CC BY 2.0H.P. Brinkmann ; Autor: kle