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Die Ernährung eines Flexitariers ist überwiegend vegetarisch © loonara/ iStock/ Thinkstock
Teilzeit-Vegetarier

Nachhaltiger Fleischkonsum: Flexitarier- Ernährung im Trend!

Fleisch ja, aber nur selten und dann bewusst; das ist die Philosophie eines Flexitariers. Doch was steckt eigentlich hinter diesem neuen Konzept eines Teilzeit-Vegetariers? Und was ist der Unterschied zur Ernährung von Vegetariern oder Pescetariern?

Laut einer Studie des Vegetarierbundes gibt es in Deutschland derzeit rund sieben Millionen Menschen mit einer vegetarischen und sogar 1,2 Millionen mit einer veganen Ernährung (Stand Mai 2014). Die Tendenz steigt. Überall sprießen vegane Cafés und Restaurants aus dem Nichts und lassen eine neue Form der Ernährung, den Veganismus, aufleben. Doch eine Studie der Heinrich-Böll-Stiftung in Zusammenarbeit mit Le Monde Diplomatique und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der sogenannte Fleischatlas, beweist, dass die Deutschen dennoch großen Hunger auf Fleisch haben. Durchschnittlich konsumiert der Deutsche mehr als 60 Kilogramm Fleisch im Jahr. Dabei scheinen Schweinefleisch und Hühnchen die beliebtesten Sorten zu sein. Die Fleischindustrie versorgt diese Durchschnittsdeutschen jedoch mit rund 89 Kilo Fleisch und setzt damit rund 18. Milliarden Euro um.

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Nur selten essen Flexitarier Fleisch und dann meist in Bio-Qualität © pilipphoto/ iStock/ Thinkstock

Nur selten essen Flexitarier Fleisch und dann meist in Bio-Qualität © pilipphoto/ iStock/ Thinkstock

Zu viel für den Flexitarier

Die Kritik an der Massentierhaltung wird deutlich lauter. Schon 40 Millionen Deutsche stehen dem Fleischkonsum kritisch gegenüber, immer mehr Menschen befürworten Aktionen wie den fleischlosen Donnerstag. Aus dieser Motivation heraus entwickelte sich eine Personengruppe, die generell auf eine nachhaltige, vollwertige und bewusste Ernährung achtet und dabei überwiegend auf Fleisch verzichtet. Wenn diese sogenannten Flexitarier dann doch mal Fleisch zu sich nehmen, ist es in der Regel teures Bio-Fleisch oder zumindest vom Bauern nebenan.  

Was heißt es, Flexitarier zu sein?

Halbzeit-Vegetarier verzichten an drei oder mehr Tagen in der Woche auf Fleisch. Stattdessen kommen Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Sojaprodukte und viel Gemüse und Obst aus Bio-Anbau auf den Teller. Statt billig produziertes Fleisch zu konsumieren, achten sie auf bewussten Fleischgenuss.  Gründe hierfür können Massentierhaltung, Klimawandel oder ein verändertes Gesundheitsbewusstsein sein.

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Doch worin besteht der Unterschied zu Vegetariern oder Pescetariern?

Unter den Vegetariern gibt es durchaus unterschiedliche Typen, die sich nicht weit von Flexitariern unterscheiden. Ein strenger Vegetarier würde dem Veganer gleichkommen, doch allgemein denkt man bei einem Vegetarier an jemanden, der keine toten Tiere ist, dafür aber tierische Produkte, wie Honig, Milch und Eier nicht meidet.  Doch auch hier gibt es Unterschiedliche Gruppierungen: Während Ovo-Vegetarier ihre vegane Ernährung um Eier ergänzen und Lacto-Vegetarier um Milch, möchten Ovo-Lacto-Vegetarier auf beides nicht verzichten. Veganer hingegen verzichten komplett auf tierische Produkte. Darüber hinaus gibt es auch solche Vegetarier, die zwar kein Fleisch, dafür aber Fisch und andere Meerestiere verzehren. Bei vielen dieser sogenannten Pescetarier stehen außerdem noch weitere tierische Produkte auf dem Speiseplan.

Quelle: VEBU, Fleischatlas / Text: Christina Jung