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Der erste eigene Laden als Weg in eine sichere Zukunft in Ecuardor
Mikrofinanz zur Armutsbekämpfung

Dank Mikrofinanz ein eigenes Unternehmen errichtet

Früher Handyverkäuferin, heute selbstständige Unternehmerin. Was klingt wie der amerikanische Traum, ist eine Erfolgsgeschichte aus Ecuador. Mikrofinanz ist hier das große Stichwort. Kleine Kapitalmengen reichen aus, um Großes zu bewirken. Bspw. die von Oikocredit, einer ethischen internationalen Genossenschaft.

Mit Kleinem Großes tun

Die Idee hinter Mikrokrediten ist grob gesagt folgende: Einem aufstrebenden Neu-Unternehmer (meist aus Entwicklungs- oder Schwellenländern) wird ein kleines Kapital zur Verfügung gestellt, mit dem er oder sie sein Werk errichten darf. Der Wille, Mut und Ehrgeiz sollten stimmen, damit aus einer bereitgestellten Geldsumme eigenes Kapital fließen kann. Auch geschicktes Unternehmertum ist nicht ganz unwichtig. Dann kann der Traum vom eigenen Geld und eigenen Mitarbeiten verwirklich werden. Das ist auch Norma Bósquez gelungen. Früher verkaufte sie in einem Mischwarengeschäft u.a. Mobiltelefone. Heute kann sie stolz auf ein eigenes kleines Unternehmen mit freien Mitarbeitern blicken.

Selbstverwirklichung aus (eigener) Kraft

Damit der Sprung vom Angestellten-Status zum eigenen Unternehmer-Sein gelingen konnte, nahm Norma Bósquez einen Mikrokredit in Höhe von 1.000 US-Dollar der Oikocredit-Partnerorganisation Cooperativa San José in Anspruch. Anfangs hatte sie Bedenken, ob dieser Schritt der richtige in eine bessere Zukunft sein kann, doch schon nach kurzer Zeit lief ihr Geschäft richtig gut! Sie fertigt mit Hilfe von Mitarbeiterinnen kleine Kunstwerke aus Wolle. Allerlei Produkte bietet sie in ihrem Laden an. Über maßgefertigte Konfektionsware, Schals und Mützen und Sets aus wollenen Schühchen gibt es hier alles, was man aus Wolle und Co. stricken und häkeln kann! Inspiriert wird sie dabei von ihren ganz eigenen kreativen Ideen oder auch mal aus dem Internet.
Ihr alter Job war Norma Bósquez nicht rentabel genug, es herrschte zu viel Konkurrenz. Die sie jetzt zum Glück los ist! Läden mit ähnlichem Angebot gibt es in der Gegend nicht. Sie ist stolz darauf, endlich eigenes Geld zu verdienen und finanziell unabhängig zu sein. Schließlich möchte sie ihren Kindern eine bessere Zukunft ermöglichen und ihnen die Wahl lassen können, ein Studium zu beginnen. So kann selbst eine Finanzspritze in der Gegenwart Auswirkungen auf das Wohl nachfolgender Generationen sein. Das ist die Idee von Mikrofinanz. Sie fördern nicht nur den einzelnen Menschen, sie versuchen, ganzheitlich zu agieren, sodass alle nachhaltig und langfristig davon profitieren können.
Natürlich haben auch jetzt schon ihre Kinder etwas davon, dass ihre Mutter selbstständig einen kleinen Betrieb führt. Bei Krankheiten kann sie stets bei ihnen sein oder wenn früher Schule aus ist, können sie in den eigenen Laden kommen und müssen nicht zu Hause auf ihre Mutter warten. Sofort ist Zeit für die Kinder da!

Mikrokredite helfen Menschen in Schwellenländern zum eigenen Unternehmen

Vorbild für andere

Norma Bósquez kann Vorbild für viele Frauen sein. Sie packt an, verwirklicht ihre Träume und wagt sich trotz Zweifeln auf unbekanntes Terrain.  Es ist egal, aus welchen Hintergründen man auch immer stammen mag. Es gehört Mut und eben die nötige finanzielle Unterstützung dazu, aber jetzt kann sie ein selbstbestimmtes und autonomes Leben führen. Empowerment ist hier das Stichwort. Bei Mikrokrediten, wie sie von Oikocredit gefördert werden, steht nun mal nicht der Profit im Vordergrund, sondern der Mensch der sich durch die Hilfe zur Selbsthilfe seinen Platz im Leben (zurück) erkämpft. Wir finden, dass es ruhig mehr solcher Organisationen und Frauen wie Norma Bósquez geben sollte, die an sich und andere glauben. Und damit gewinnen!

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Quelle: Oikocredit, Bild: Opmeer Report, Text: Svenja Oeder