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Der korrekte Umgang mit dem Internet will früh gelernt sein. © Jacob Wackerhausen (iStock)
Kinder und Internetnutzung

Kinder und Internetnutzung: Wie lange und wie oft?

Kinder wachsen heute in einer Zeit auf, in der moderne Kommunikationsmittel eine Selbstverständlichkeit sind. Doch wie sollten Eltern damit umgehen? Ab wann dürfen Kinder das Internet nutzen? Und welche Nutzungsdauer wird im welchem Alter empfohlen?

Kinder durchlaufen unterschiedliche Entwicklungsphasen und haben je nach Alter vielfältige Interessen. Ein sinnvoller Einstieg ins Internet ist von diesen Faktoren abhängig. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien rät dazu, eine selbständige Nutzung des Internets erst dann zuzulassen, wenn das Kind mehrere Lernschritte im Umgang mit den Online-Angeboten durchlaufen hat. Ideal für den Einstieg sind einfache Kinderspiele, die auf speziellen Seiten für Kids angeboten werden. Im Alter zwischen fünf und sechs können diese Spiele in Anwesenheit der Eltern bedenkenlos genutzt werden.

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Schutzfilter aktivieren

Wenn Kinder den Umgang mit den Spielen gelernt haben kann das Kind im Grundschulalter behutsam an eine eigenständige Nutzung von ausgewählten Kinderseiten herangeführt werden. Seiten, die für Kinder zu empfehlen sind können auf einer Positivliste, auch Whitelist genannt, zusammengefasst werden. Diese Liste kann von den Eltern erstellt oder von Kinderseiten wie www.fragFINN.de bzw. www.blinde-kuh.de übernommen werden. Mit einer Software, die bei www.fragFINN.de heruntergeladen werden kann, können Eltern sicher gehen, dass Kinder nur die zugeteilten Seiten nutzen.

Werden Kinder älter kann der Freiraum im Umgang mit dem Internet vergrößert werden. Eltern sollten die Heranwachsenden jedoch auf die Gefahren des Web aufmerksam machen und die Zeiten für die Online-Nutzung begrenzen. Auf www.klicksafe.de finden Sie eine Auflistung von technischen Filtersystemen, um einen Jugendschutz zu aktivieren.

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Über Medienkonsum offen sprechen

Erklären Sie Ihrem Kind unbedingt, welche Gefahren bei der Nutzung von Communities bestehen und weisen Sie darauf hin, dass eine allzu freizügige und offene Präsentation im Social Media-Segment negative Folgen haben kann.

Die Nutzung moderner Medien ist für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen mittlerweile ein notwendiger Prozess, da Internet & Co. aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken sind. Wenn Sie jedoch den Eindruck gewinnen, dass die Zeiten vor dem Computer immer dominanter werden und andere soziale Kontakte in den Hintergrund treten, sollten Sie ein offenes Gespräch über den Medienkonsum führen. Bieten Sie Ihrem Kind alternative Freizeitmöglichkeiten an. Eine Kombination von Internetnutzung mit Aktivitäten in Vereinen ist ideal.

Wertvolle Informationen erhalten Sie auch unter www.bundespruefstelle.de

Text: Peter Rensch
Bild: © Jacob Wackerhausen (iStock)