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Unter Strom

Hybrid-Autos werden langfristig ihren Platz finden

Noch spielen Hybrid-Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr eine untergeordnete Rolle. Doch auf lange Sicht wird sich dies ändern, so die Prognosen der Autobauer.

Vor allem im Plug-in-Hybrid steckt großes Potential, denn immerhin gestattet er es, kürzere Teilstrecken rein elektrisch zurückzulegen – und genau diese Strecken machen ohnehin den Großteil der Autofahrten aus. Autos werden größtenteils für Fahrten mit kurzer Entfernung genutzt. Daten des Verbandes der Elektrotechnik besagen, dass 2010 die in Deutschland durchschnittlich mit dem Auto zurückgelegte Strecke weniger als 25 Kilometer betrug. Im Hinblick auf das Thema Elektromobilität handelt es sich hierbei um ein klares Signal: Es wäre sinnvoll, die meisten Fahrten mit Hybrid-Fahrzeugen anzutreten, um somit von den Vorzügen dieser Antriebstechnologie zu profitieren. Mittlerweile gibt es Hybrid-Antriebe, die ein rein elektrisches Fahren gestatten. Die ersten Hybrid-Fahrzeuge konnten dies noch nicht, mittlerweile hat sich allerdings eine Menge geändert: Kurze Distanzen lassen sich ohne Nutzung des Verbrennungsmotors zurücklegen. 

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Übersicht der einzelnen Hybrid-Antriebe

Nicht jedes Hybrid-Auto gestattet es, Strecken rein elektrisch zurückzulegen. Hier eine kurze Übersicht:

Micro-Hybrid: Nüchtern betrachtet, handelt es sich bei dieser Bezeichnung um eine Mogelpackung. Von einem echten Hybrid-Antrieb kann keine Rede sein, da kein Elektromotor zur Unterstützung des Antriebs bereitsteht. Stattdessen gibt es eine Bremsenergie-Rückgewinnung, die das Laden der Batterie unterstützt und somit den Kraftstoffverbrauch verringert.

Mild-Hybrid: Bei dieser Art von Hybrid-Antrieb wird das Verbrennungsaggregat von einem Elektromotor unterstützt. Die Zuschaltung erfolgt typischerweise beim Anfahren und Beschleunigen, weil sich somit der Kraftstoffverbrauch deutlich verringern lässt. Ausschließliches Fahren per Elektroantrieb ist jedoch nicht möglich.

Voll-Hybrid: Beim Voll-Hybrid-Antrieb ist es hingegen möglich, kurze Strecken rein elektrisch zurückzulegen. Allerdings ist die Reichweite stark begrenzt, weil kein großer Akku vorhanden ist. Genutzt wird der Elektroantrieb vor allem zum Anfahren, weil sich hierdurch ein großes Sparpotential eröffnet.

Plug-in-Hybrid: Dieser Antrieb verkörpert eine Weiterentwicklung, da ein größerer Akku zur Verfügung steht, der sogar explizit per Steckdose geladen werden kann. Infolge ist es möglich, auch weitere Distanzen bzw. einige Kilometer rein elektrisch zurückzulegen.

Serieller Hybrid-Antrieb: Es befindet sich ein so genannter Range Extender an Bord. Bei ihm handelt es sich um einen kleinen Verbrennungsmotor, der das Fahrzeug nicht direkt antreiben kann. Stattdessen erzeugt er Strom, der dem Elektromotor zur Verfügung gestellt wird. Sinn und Zweck einer solchen Lösung besteht darin, rein elektrisch zu fahren, ohne dabei eine Limitierung der Reichweite in Kauf nehmen zu müssen.

Zukunft von Hybrid-Fahrzeugen

Obwohl einige Automobilmanager bereits von einer goldenen Hybrid-Zukunft gesprochen haben, darf die Verbreitungsgeschwindigkeit nicht überschätzt werden. Bisher ist die Zurückhaltung noch groß, weil die meisten Autofahrer mit der Technologie nicht vertraut sind.

Hinzu kommen die vergleichsweise hohen Fahrzeugpreise. Außerdem ist die Auswahl an Hybrid-Fahrzeugen immer noch relativ klein. Dennoch ist davon auszugehen, dass der Hybrid-Antrieb auf lange Sicht erfolgreich sein wird. Denn der große Vorteil von Hybridautos ist die Optimierung des Kraftstoffverbrauchs. Zudem findet kein radikaler Umstieg statt, wie es beim Elektroauto der Fall ist. Vielmehr werden Fahrzeuge weiterhin wie gewohnt genutzt, nur dass es eine ergänzende Unterstützung von einem Elektromotor gibt.

Schon bald wird es mehr Hybrid-Autos auf deutschen Straßen geben ©iStockphoto

Schon bald wird es mehr Hybrid-Autos auf deutschen Straßen geben ©iStockphoto

Die Auswahl einzelner Hybrid-Fahrzeuge, wie bei Autoscout24.de zu finden, wird noch größer werden und die Preise wiederum mit der Zeit sinken. Zugleich können viele Haushalte maßgeblich profitieren und somit ihren Kraftstoffverbrauch senken. Großes Potential ist übrigens im Bereich der Zweitwagen zu sehen. Gerade mit Zweitfahrzeugen werden überwiegend kurze Strecken zurückgelegt. Genau hier kann der Plug-in-Hybrid seine Stärken vollständig ausspielen. Es ist möglich, nahezu rein elektrisch zu fahren und somit die Unterhaltskosten des Fahrzeugs deutlich zu senken. Gleichzeitig besteht keine Einschränkung im Hinblick auf die Reichweite. Im Bedarfsfall kann auch ganz normal mit dem Verbrennungsaggregat gefahren werden.

Bilder: ©iStockphotos
Quelle: Autoscout24