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Mit Car-Sharing Geld sparen und umweltfreundlicher fahren.

Durch Car-Sharing wird Auto fahren nachhaltig für die Umwelt

Etwa 100 Anbieter in über 270 Städten und Gemeinden bieten die Möglichkeit des Car-Sharings. Wer komplett auf Car-Sharing umsteigt, spart schnell mehrere tausend Euro. Zudem werden durch den Auto-Verzicht alleine 290 Kilogramm CO2 eingespart. Ideal ist die Kombination mit dem öffentlichen Verkehr.

Wie ökologisch ein Auto ist, wird meistens anhand des Benzinverbrauchs und der Abgaswerte bewertet. Dabei wird aber oft vergessen, dass das Fahrzeug zuerst gebaut werden muss. Die benötigten Materialien und die Energie dafür sind teilweise sogar höher, als die Ressourcen, welche das Auto während des Fahrens selbst verbraucht. Und hat man ein eigenes Auto, dann wird es auch allzu oft für Kurzstrecken benutzt. Viele Autos in Deutschland stehen aber oft still - Stichwort Sonntags-Fahrer - und wenn sie fahren, befördern sie im Durchschnitt nicht einmal zwei Personen: Die deutsche Bevölkerung verfügt also eigentlich über mehr Autos, als nötig wären, um das Bedürfnis nach Mobilität zu befriedigen. Eine ökologischere Lösung stellt das Teilen von Autos dar, die es bereits gibt und die von verschiedenen Personen genutzt werden können.

Car-Sharing gibt es in Deutschland seit über 20 Jahren. 1988 wurde in Berlin mit StattAuto Berlin der erste Anbieter aktiv. Neben Aachen und Bremen entstand auch in Freiburg im Breisgau Anfang der Neunziger ein solches Angebot. Heute erhalten Car-Sharer bei über 100 Anbietern in den meisten Städten ab 100.000 Einwohnern ein Teilzeit-Auto. In verschiedenen Fahrzeug-Kategorien von Micro bis Van für jede Gelegenheit etwas dabei.

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Positiver Effekt: Weniger Autos auf der Straße

Je nach Auto sind verschiedene Stunden-und Kilometertarife zu bezahlen, in denen bereits alle Kosten enthalten sind, also Kraftstoff, Service,  Reparaturen, Haftpflicht-, Vollkasko- und Insassenversicherung, KFZ- und Mehrwertsteuer sowie die Parkplatzmiete. Die Fixkosten werden also nicht von einer einzelnen Person, sondern von vielen getragen. Der Bundesverband Car-Sharing schreibt, dass durch die Nutzung von einem Car-Sharing-PKW 4 bis 10 PKWs auf unseren Straßen eingespart werden können. Und selbst bei einer jährlichen Fahrleistung von 12.600 Kilometern, spart der Besitzer eines Mittelklasse-Fahrzeugs laut ökologischem Verkehrsclub VCD monatlich etwa 560 Euro. 

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Aber nicht nur fürs Portemonnaie, sondern auch für die Umwelt lohnt sich das Autoteilen. Laut einer Schweizer Evaluationsstudie spart selbst ein aktiver Car-Sharer im Durchschnitt 290 Kilogramm CO2 pro Jahr. Wer noch mehr fürs Klima tun will, kann seine gefahrenen Kilometer freiwillig CO2 kompensieren. Das heißt, dass der Treibhausgas-Ausstoß an einem Ort durch Einsparungen an anderer Stelle wieder ausgeglichen wird. Bei der Non-Profit-Stiftung myclimate können Sie die Kosten Ihrer Autofahrten berechnen und die entsprechende Summe für klimafreundliche Projekte zahlen. Und da dies als Spende gilt, ist die CO2-Kompensation auch noch steuerlich absetzbar.

Die Car-Sharing-Autos können rund um die Uhr für einzelne Stunden oder auch mehrere Wochen reserviert und gefahren werden. Die Reservierung kann übers Internet, Telefon und teils auch mit der entsprechenden iPhone-App erfolgen. Getankt wird in der Regel mit einer Tankkarte. Die Tankfüllung muss nicht vom jeweiligen Fahrer bezahlt werden, sondern fließt in den normalen Stunden- und Kilometertarif ein.


In Deutschland funktioniert das Car-Sharing-Konzept auch, weil wir über einen gut ausgebauten öffentlichen Verkehr - z. B. Bus und Bahn -  verfügen. Es ist ein Mittel der so genannten kombinierten Mobilität und hat somit keinerlei Anspruch, den öffentlichen Verkehr zu ersetzen. Vielmehr fördert Car-Sharing das Reisen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, weshalb sich die Standorte der Autos häufig an dessen Knotenpunkten befinden. Die Fahrzeuge können also auch sinnvoll genutzt werden, um abgelegenere Orte zu erreichen.

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Weitere Infos zu Car-Sharing finden Sie unter:

Unter www.carsharing.de bietet der Bundesverband Car-Sharing viele Informationen und Direkt-Links in die jeweiligen Städte und zu den örtlichen Anbietern.

Quelle: nachhaltigkeit.org und carsharing.de