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Ein Rotkehlchen im Schnee
Streifzug durch die Natur

Eiseskälte: ein Streifzug durch die Natur

Schnee und Eis bringen die Natur dazu, Winterschlaf zu halten. Viele einjährige Blumen und mehrjährige Stauden sterben überirdisch ab, die meisten Bäume werfen ihre Blätter ab. Was übrig bleibt wird – ist es richtig kalt – von Eis und Schnee überzogen. Bizarres und auch Anmutiges sind das Ergebnis. Der Winterschlaf im Pflanzenreich in Bildern.

Der Winter zaubert mit Eiskristallen

Die Natur ist clever. Denn die weiße Winterpracht begeistert nicht nur Kinder, sie ist in der kalten Jahreszeit ein optimaler Schutz für viele Pflanzen. Vieles etwa im Garten stirbt überirdisch zwar ab, doch der Schnee auf dem Boden ist der beste Frostschutz für die im Frühjahr wieder austreibenden Wurzeln. Auch Bäume von einer Schneeschicht auf ihren Ästen. Wer ganz genau hinschaut wird bemerken, dass viele Bäume ihre Knospen bereits im Herbst ausgebildet haben. Zwar werden diese von einer lederartigen Schuppenschicht geschützt, doch Schnee trägt sein Übriges dazu bei. Denn Schnee ist ein natürliches Isolierungsmittel, das die Pflanzen oder die noch schlummernden Knospen vor trockener Kälte schützt.

Bilder verzauberter Winterlandschaften und von frostigen Kunstwerken

 

  • Bizarre Formen von der Natur jedes Mal neu erfunden, denn kein Eis- oder Schneekristall gleicht dem anderen. (c) Fotolia
  • Immergrüne Blätter, hohe Luftfeuchte und eine eisige Nacht sind nötig, um die Natur solch schöne Gebilde zaubern zu lassen. (c) Fotolia
  • Gleiches geschieht mit Fenchel... (c) Fotolia
  • .. oder Disteln. (c) Fotolia
  • Beerensträucher oder Zierapfel bieten eines der wenigen farblichen Highlights im Winter. Und Amseln lieben sie. (c) Fotolia
  • Doch: Blau und Weiß kann so schön aussehen. (c) Fotolia
  • Lange dachte man von Eichhörnchen, dass sie so clever sind und die im Herbst versteckten Nahrungsvorräte immer genau findet. Stattdessen ist es mehr Zufall. (c) Fotolia
  • Klarer Himmel, einsame und verschneite Landschaften und dann ein Sonnenaufgang... (c) Fotolia
  • Ein alter Brauch besagt, wer am 4. Dezember einen Obstzeig geschnitten hat und ihn ins warme stellt, hat mit etwas Glück an Heiligabend eine blühende Dekoration, die Glück bescheren soll. (c) Fotolia
  • Wenn wir sie sehen, ist es mit dem Winterzauber bald vorbei: Einer der ersten Frühjahrsboten, der tapfere Krokus. (c) Fotolia


 

Eingebauter Frostschutz lässt Bäume dem Winter-Wetter trotzen

Mensch und Tier müssen sich bei klirrender Kälte schützen, dem Apfelbaum im Garten macht das nichts aus. Wie geht das? Wie die meisten Laubbäume und die nicht immergrünen Sträucher, hat auch er sein Laub im Herbst abgeworfen, nachdem alle enthaltenen Nährstoffe entzogen wurden. Die dadurch offenen Kanäle zum Blatt werden von den nackten Bäumen und Sträuchern zunächst nachhaltig verschlossen. Und während der Boden genauso wie eine Wasserflasche im Freien bei frostigen Temperaturen garantiert durchgefriert, ist es bei den selbst zierlichen Sträuchern und dünnen Ästen nicht der Fall.

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Eine Schutzmethode ist die Reduzierung des Wassergehaltes in Ästen und Stämmen. Eine zweite ist eine Art Frostschutzmittel. Einer dieser frostsicheren Mittel ist Glukose, eine Form des Zuckers. Sinken die Temperaturen unter null, wird der Frostschutz freigesetzt. Nicht zuletzt der gleiche Vorgang wie beim Grünkohl. Denn erst wenn er leichte Fröste abbekommen hat, schießt Glukose in die Blätter und das vitaminreiche Gemüse wird erst richtig aromatisch.

Frost als Basis für neues Pflanzenleben

Winterimpressionen 300

Winterlandschaften sehen so unberührt und traumhaft aus. Sie laden gerade dazu ein, beim Winterspaziergang entdeckt zu werden. (c) Fotolia

Es gibt unter den Bäumen wie unter den Stauden und Blumen Samen, die den Frost brauchen. Erst wenn diese frostige Temperaturen erfahren haben, dann erwachen sie aus der sogenannten Keimruhe. Das ist bei Apfel- oder Linden-Samen genauso wie bei Kaltkeimern wie Bergenie, Echinacea, Lilien, Pfingstrosen oder Veilchen.


Quelle: Mein schönes Land, Text: Jürgen Rösemeier