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Holz aus deutschen Wäldern zum Wohle der Umwelt

Der deutsche Wald ist Naherholungsziel, Erlebnisraum, Holzlieferant und wirtschaftlich sehr relevant. Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der deutschen Waldwirtschaft und wurde vor 299 Jahren erstmals erwähnt. Der Begriff wird heute vielfältig genutzt, doch nur selten wird so nachhaltig wie von Förstern und Waldbesitzern gearbeitet.

Kaum ein Ökosystem ist so intakt wie der deutsche Wald. Denn die deutsche Forst- und Holzwirtschaft wendet das Prinzip der Nachhaltigkeit fast 300 Jahre an und hat in dieser Zeit die nachhaltige Waldbewirtschaftung kontinuierlich weiterentwickelt. Die Arbeit in deutschen Forsten gilt weltweit als vorbildlich. Wohl in keinem anderen Industriezweig wird so gewirtschaftet, denn das Ziel der täglichen Arbeit in Deutschlands Wäldern ist langfristig angelegt. So wird schon seit nun drei Jahrhunderten in der Forstwirtschaft so gearbeitet, dass nachfolgenden Generationen ein intaktes und vielseitig nutzbares Ökosystem übergeben werden kann. Ein Baum wird gefällt, das Holz wird genutzt, aber viele Bäume wachsen nach. Somit kommen ganz im Sinne der modernen Definition des Begriffs Nachhaltigkeit alle zu ihrem Recht: Die Umwelt in punkto Klima- und Artenschutz, die Gesellschaft bezüglich Arbeitsplätzen und Erholungsraum und die Wirtschaft hinsichtlich Gewinn und Wettbewerbsfähigkeit.

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Die deutsche Forstwirtschaft: Eine unterschätzte und missverstandene Arbeit

Leider denken immer noch zu viele, dass es prinzipiell dem Wald und der Natur schadet, einen Baum zu fällen. Wir erleben leider immer wieder, dass die Menschen nicht unterscheiden zwischen Raubbau in zahlreichen Regionen der Welt und nachhaltiger naturnaher Waldwirtschaft in Deutschland“, sagt Lars Schmidt, Generalsekretär des Bundesverbands der Säge- und Holzindustrie Deutschland e. V., kurz BSHD, anlässlich eines Aktionstages in Berlin.

Und nachhaltig ist die Arbeit in deutschen Wäldern in der Tat. Denn im Gegensatz etwa zu den Tropen nimmt der deutsche Waldbestand kontinuierlich zu. So wuchs der deutsche Wald in den letzten 40 Jahren um zwei Millionen Fußballfelder. Mehr noch, der jüngste Waldbericht der Bundesregierung bestätigt der Forst- und Holzwirtschaft eine umweltfreundliche Arbeitsweise. Denn durch die ressourcenschonende Bewirtschaftungsform hat Deutschland heute die höchsten Holzvorräte in der Europäischen Union Spitzenreiter.

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Arbeiten mit Fingerspitzengefühl. Foto: www.rohholzverbraucher.de

Bäume und Holzprodukte bester CO2-Speicher

Holzprodukte binden Kohlenstoff, daher ist Holz und alles was hieraus gefertigt wird ein idealer Kohlenstoffspeicher. Im Verlauf seines Wachstums entzieht ein Baum klimaschädliches CO2 aus der Luft. Dieses wird durch die Verarbeitung langfristig, und für die Umwelt gefahrlos, in Holzprodukten deponiert. Der Holzwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Richter bestätigt: „Die Speicherwirkung durch eine Holzverwendung in langlebigen Produkten, insbesondere im Bauwesen, wird durch die so genannte Substitutionswirkung noch erweitert. Sie entsteht, wenn Holz andere Produkte ersetzt, bei deren Herstellung mehr CO2 emittiert worden wäre.“ Holz ist daher eine umweltfreundliche Alternative zu vielen anderen Materialien. Und selbst bei der Verbrennung zum Heizen liefert Holz klimafreundliche Energie. Auf  www.holzproklima.de kann man sehen, wie viel CO2 die Nutzung von Holz jede Sekunde einspart. Übrigens: In einem naturnah bewirtschafteten Wald leben mitunter mehr Pflanzen- und Tierarten als in einem sich selbst überlassenen Wald. Damit ist der deutsche Wald ein guter Beitrag zum Artenschutz und zur Artenvielfalt. Und der Wirtschaftssektor Wald ist einer der größten Arbeitgeber und eine der umsatzstärksten Branchen Deutschlands.

Mehr zum Thema Holz: „Heizen mit Holz ist umweltfreundlich“ und „Ökologische Holzhäuser – Wohnen in natürlicher Umgebung“.

Quelle: www.rohholzverbraucher.de

Text: Jürgen Rösemeier