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Minimalismus im Tiny House
Leben im Tiny house

Tiny House: Minimialismus als Schlüssel zum Glück

Während die meisten Menschen ihren Besitz ständig vergrößern und materiellen Reichtum anhäufen, setzen Tiny house Bewohner ganz bewusst auf Minimalismus und die einfachen Dinge des Lebens – und sind damit am Ende vielleicht die Glücklicheren.  

Das Leben ist ein einziges Streben nach mehr. Mehr Besitz, mehr Platz – und damit auch immer mehr Probleme? Viele Menschen überdenken ihren Wohn- und Lebensstil deshalb und entscheiden sich für einen kleineren und dadurch bezahlbareren Rückzugsort. Minimalistische Wohntrends wie die Tiny houses oder small places bedeuten dabei aber nicht zwingend, dass Ihr ganzer Besitz auf wenige Quadratmeter gequetscht werden muss. Viele Architekten, Designer und kreative Individualisten haben sich der Herausforderung, wenig Platz so praktisch und komfortabel wie möglich zu gestalten, längst angenommen und die Tiny house Bewegung wird stetig um neue, kluge Innovationen erweitert. Doch Minimalismus geht über eine bestimmte Art, zu wohnen, hinaus.

Minimialistisch wohnen

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Minimalismus ist mehr als nur ein Wohntrend

Haben Sie über die Worte “weniger ist mehr” schon einmal ernsthaft nachgedacht? Es ist eine Sache, ob ich meine Wohnung minimalistisch einrichte, weil mir dieser Look gefällt, weil ich für mehr keinen Platz habe oder mir das nötige Kleingeld fehlt, oder ob ich nur diese und jene Gegenstände besitze, weil sie mir genügen. In einer Welt, die uns von klein auf dazu erzieht, immer mehr zu wollen, muss Minimalismus schon als eine Einstellung zum Leben selbst gesehen werden. Viele Menschen entscheiden sich für die Option, aus der sie den meisten Profit schlagen, statt einmal in sich zu gehen und sich zu fragen: Macht mich diese Entscheidung auch glücklich? Die Sache hat nur einen Haken: Das Glücksgefühl am Ende dieses Strebens nach mehr ist nicht von Dauer oder bleibt ganz aus.

Küche Tiny House

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Weniger haben, weniger brauchen

Machen Sie Ihr persönliches Glück nicht von materiellem Besitz abhängig. Wer Minimalismus zum Fundament seiner Entscheidungen macht, der muss zunächst einmal selbst zu der Erkenntnis gelangen, dass ein einfaches Leben uns glücklicher machen kann als der Besitz aller materiellen Reichtümer es jemals könnte. Wer begreift, dass weniger haben und weniger brauchen miteinander Hand in Hand gehen, der wird auch in der Lage sein, sich wieder auf die wesentlichen Dinge des Lebens zu konzentrieren. Minimalismus verändert die Art, wie wir unsere Zeit einteilen und unsere Energie nutzen. Es befreit von dem Druck, das größte Haus in der Straße zu besitzen oder das schnellste Auto im Freundeskreis. Stattdessen gibt es uns die Freiheit, Dinge zu tun, die uns glücklich machen und die unserem Leben einen echten Sinn geben.

Grundriss eines Tiny houses

Tiny house Stauraum

Große Stauraumflächen verbergen sich z.B. unter der Treppe und der kuscheligen Schlafbox.

Minimalistisch leben auf 35 Quadratmetern

Wo könnte sich ein minimalistisches Leben besser starten lassen als in einem perfekt durchdachten Tiny house auf 35 Quadratmetern? Das Designteam rund um Alireza Nemati von Studio Razi aus Moskau hat einen offen gestalteten Wohntraum im Tiny house-Stil geschaf­fen, der mit seinen platzsparenden Elementen und viel Lichteinfall die kleine Fläche viel größer wirken lässt. So besteht eine der Wände aus Türen unterschied­li­cher Größe, hinter denen sich große und kleine Stauraumflächen verbergen. Auch unter der Treppe und der sehr indi­vi­du­el­len und kuscheligen „Schlafbox“ findet sich viel Platz zum Verstauen. Der Wohn- und Essbereich kann je nach Bedarf vergrößert oder verkleinert werden, um bis zu 10 Gästen Platz zu bieten. Auf der anderen Seite finden sich ein Arbeitsplatz, mehr Stauraum und eine Küchenzeile. Der Eingang zum geräumig wirkenden Bad kann je nach Wunsch durch einen Vorhang verdeckt werden. Ein Tiny house Traum auf 35 Quadratmetern, der Minimalismus stilvoll in Szene setzt.

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Tiny House

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Quellen: Planet of Success, Studio Bazi, Bilder: Studio Bazi, Text: ib