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Gartenlaubkäfer können für Gartenliebhaber eine Plage sein © H. May /NABU
Biologische Gartenpflege

Schöner Garten: Gartenlaubkäfer im Rasen natürlich bekämpfen

Sie fressen im Verborgenen und können große Schäden anrichten: Engerlinge von Gartenlaubkäfern fressen im Rasen an den Wurzeln der Gräser und können somit schnell gelbe Flecken im sonst so perfekten Einheitsgrün anrichten. Wie Sie sie natürlich bekämpfen und den Garten schonen.

Wie die großen Maikäfer legen die Weibchen des Gartenlaubkäfers (Phyllopertha horticola) nach der Paarung ihre Eier in die Erde. Daraus schlüpfen Engerlinge, die sich vor allem von den Pflanzenwurzeln ernähren. Der Rasen stirbt hier nach kurzer Zeit völlig ab. Hier lässt sich der Rasen wie ein Teppich hochheben, die Wurzeln sind abgefressen, und im Boden sind die ca. 1,5 cm langen Maden sichtbar.

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Die Engerlinge von Gartenlaubkäfern ernähren sich von Wurzeln der Gräser © H. May /NABU

Die Engerlinge von Gartenlaubkäfern ernähren sich von Wurzeln der Gräser © H. May /NABU

Gartenlaubkäfer im Rasen beseitigen

Wütende Gartenliebhaber sollten jedoch auf keinen Fall den Käfern mit der Giftspritze zu Leibe rücken, denn sie sind Nahrung für Vögel, Maulwurf und Spitzmäuse, die dadurch auch vergiftet werden können. Wer jedoch dem elenden Fleckenteppich im Garten ein Ende bereiten will, der kann gegen die Schädlinge die nützlichen HM-Nematoden einsetzen. Diese mikroskopisch kleinen Fadenwürmer werden einfach in Wasser eingerührt und mit der Gießkanne auf den befallenen Boden gegossen. Zum Zeitpunkt der Anwendung sollten Engerlinge der Gartenlaubkäfer im Boden vorhanden sein. Das ist meist im Juli und August der Fall, kann regional

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jedoch auch abweichend sein. Im Boden dringen die Nematoden in die Schädlingslarven ein und töten sie ab. Nach getaner Arbeit, wenn keine Larven im Boden mehr vorhanden sind, verhungern die fleißigen Helfer oder werden von anderen Tieren verspeist.  

Quelle: NABU, Neudorff / Text: Christina Jung