emissionsfreie und klimaneutrale Kraftwerke: Deutscher Erfindergeist

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Emissionsfrei und klimaneutral: Neue Kraftwerke der Zukunft?

Im sächsischen Zittau soll kommendes Jahr der Prototyp eines Kraftwerks gebaut werden, das aus Abfällen Strom, Wärme, Kälte und Trinkwasser erzeugen kann. Auch in Wenden plant Prof. Henning Zoz ein emissionsfreies Kraftwerk, dass Wind- und Solarenergie in Wasserstoff speichern soll. Tolle Ideen, die das Klima schonen.

Der genaue Standort des emissionsfreien Kraftwerks in Sachsen soll nahe dem Gelände der Hochschule Zittau/Görlitz gefunden werden. Die Denkfabrik ist einer der Kooperationspartner des Projektes, welches auch vom Görlitzer Institut für Energieforschung und Energieberatung, das AUTARK-Institut, begleitet wird. Das AUTARK-Institut setzt sich für eine weltweite nachhaltige wie dezentrale Energieversorgung ein, die auf nachwachsenden Rohstoffen basiert. Das Kraftwerk soll keinerlei Emissionen ausstoßen und unabhängig vom Stromnetz sein. Damit wäre dieses Versuchsprojekt für ein emissionsfreies Kraftwerk insbesondere für die Anwendung in Entwicklungs- und Schwellenländer interessant macht.

Zunächst soll das Kraftwerk den Angaben zufolge mit Gärresten aus Biogasanlagen betrieben werden. Langfristig könne auch Plastik als Brennstoff genutzt. «Das ist in Schwellenländern besonders wichtig, da Plastikmüll dort ein großes Problem ist», sagte Julien Uhlig vom AUTARK-Institut. Durch eine zusätzliche wie innovative Nutzung der Abwärme des emissionsfreien Kraftwerks durch eine thermische Kälteanlage und eine angeschlossene Wasseraufbereitung soll ein hoher Gesamtwirkungsgrad entstehen. Das als «Terrasys» bezeichnete System war erstmals im April 2011 auf der Hannover Messe vorgestellt worden.

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Das Projekt wird den Angaben zufolge über drei Jahre vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

Einen anderen Ansatz hat die als Cleantech-Unternehmen bekannte Wendener Unternehmen des Erfinders Prof. Dr. Henning Zoz. Der Erfinder möchte ein emissionsfreies, grundlastfähiges Kraftwerk bauen. Auf rund 60 Hektar soll das emissionsfreie Kraftwerk mit einem halben Duzend Windkraftanlagen sowie einer Solaranlage entstehen, die jährlich mehr als 16 Mio. Kilowattstunden Strom erzeugen sollen. Der Clou an dem emissionsfreien Kraftwerk ist es, dass der Strom nicht nur eingespeist werden soll und die Stadt Wenden mit Strom versorgen. Vielmehr ist das Kernstück des emissionsfreien Kraftwerks eine Energiespeicherung mittels Wasserstoff, der mittels Elektrolyse und der vorhandenen Energie selbst hergestellt wird. Damit sei eine «Rückverstromung» möglich. Rückverstromung heißt, dass das emissionsfreie Kraftwerk auch dann Strom liefert, wenn weder die Sonne scheint, noch der Wind weht.

Quellen: Klimaretter.Info, Cleanthinking.de, Text: JRB