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Zu Weihnachten einfach mal abschalten
Digitale Auszeit

Einfach mal abschalten – 10 Tipps für eine digitale Auszeit

In der Adventszeit ticken die Uhren langsamer, kommt die Welt zur Ruhe – sollte man meinen. Leider werden viele auch nach Feierabend von ihrer Arbeit auf Trab gehalten. Und auch in der Freizeit werden selbstverständlich allerlei technische Geräte zur Unterhaltung herangezogen. Zum Abschalten und Entspannen rund um die Feiertage hat Digital-Detox-Expertin Ulrike Stöckle zehn einfache aber wirkungsvolle Tipps zusammengestellt.

Die besinnliche Vorweihnachtszeit lädt zum Innehalten ein, zum Genießen und um entspannte Stunden mit den Lieben zu verbringen. Die Feiertage sind zum Greifen nah und viele freuen sich schon auf die Verschnaufpause von der Hektik des Arbeitsalltags. Doch ehe man sich versieht, schenkt man seine Aufmerksamkeit doch wieder nur dem Smartphone anstatt der Familie. Dabei ist das Bewusstsein für dieses Problem längst in unserer Gesellschaft angekommen.  

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„Viele Menschen haben verlernt abzuschalten und sind immer erreichbar. Jeder schaut alle paar Minuten aufs Smartphone, verbringt sehr viel Zeit in den sozialen Netzwerken oder wird abgelenkt von eigehenden Benachrichtigungen“, bringt es Ulrike Stöckle, Gründerin von The Digital Detox, auf den Punkt. Dabei sei gerade die besinnliche Zeit des Jahres wichtig, um persönliche Kontakte zu pflegen und zwar offline und in natura. „Die Anforderungen an Arbeitnehmer steigen durch die Digitalisierung immer mehr, sodass konzentriertes Arbeiten durch E-Mail-Flut und permanente digitale Ablenkung erschwert wird“, erklärt Stöckle. Da Arbeitsplätze heute häufig mobil sind und die Trennlinie zwischen Beruf und Freizeit zunehmend verschwindet, steht dem Habitus der ständigen Erreichbarkeit und damit dem Dauerarbeitsmodus nichts mehr im Weg. Doch genau das ständige Auch-in-der-Freizeit-Arbeiten kann zu Beeinträchtigung der Arbeitsqualität führen, psychische Belastung fördern und langfristig Burn-Out verursachen.

Damit Sie die bevorstehenden Weihnachtstage auch wirklich genießen und entspannen können, hat Ulrike Stöckle zehn Digital-Detox-Tipps zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie endlich auch digital abschalten können.

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Zehn Tipps zum Abschalten:

1. Wecker auf die Wunschliste setzen

Seien wir doch mal ehrlich: Da man sich morgens ohnehin vom Handy wecken lässt, kann man doch gleich im Bett schon alle Neuigkeiten abarbeiten, oder? Nein! Verbannen Sie das Smartphone aus dem Schlafzimmer und ersetzen Sie es durch einen analogen Wecker.

2. Weihnachtstreffen mit Freunden und Familie

Wenn man sich zu Weihnachten endlich mit Familie und Freunden trifft, sollte man die kostbare Zeit nutzen und ihnen die vollkommene Aufmerksamkeit schenken. Das bedeutet: Handy am besten ausschalten oder mindestens den Ton auf stumm stellen. Wenn alle mitmachen, fällt es auch leichter durchzuhalten und man kann die zwischenmenschliche Zeit richtig genießen.

3. Das Essen als Auszeit nutzen

Das Weihnachtsessen als Auszeit nutzen

Besonders wenn man alleine isst, sucht man Ablenkung und surft mit dem Handy oder am Computer. Stattdessen einfach mal die freie Zeit genießen und das Mittagessen als Pause vom Alltagsstress sehen! Dazu gehört auch, nicht ständig erreichbar sein zu müssen. So genießt man den Geschmack des Essens viel intensiver und nimmt besser wahr, wie viel man gerade zu sich genommen hat. Das festliche Weihnachtsessen und die schöne Stimmung zu ruinieren, indem man permanent Nachrichten checkt, wäre doch ein Jammer, oder?

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4. Schenken Sie sich einen Digital-Detox-Tag

Entscheiden Sie sich für einen Tag während der Weihnachtsfeiertage, an dem Sie komplett auf das Handy verzichten. Sie werden die frei gewordene Konzentration genießen! Das entspannt und macht den Kopf wieder frei.

5. Den Jahresrückblick in der Zeitung lesen

Den Jahresrückblick in der Zeitung lesen

Um auf dem neuesten Stand zu sein, muss man nicht andauernd aufs Handy schauen. Die tagesaktuellen Printmedien reichen meist aus, um grundlegend informiert zu sein. Für die Tage um Weihnachten und Neujahr gibt es immer tolle Jahresrückblicke, anhand derer man die eigenen Erinnerungen des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren lassen kann.

6. Push-Benachrichtigungen über die Feiertage abschalten

Entscheiden Sie selbst, wann Sie Mails und Nachrichten checken möchten. Wenn sich das Telefon ständig meldet, ist der Drang auch viel größer, es andauernd in die Hand zunehmen. Einfach in den Einstellungen alle Push-Benachrichtigungen ausschalten oder nur die wirklich wichtigen zulassen. Das bringt gleich mehr Ruhe in den Tag.

7. Nachtruhe

Für den Abend gelten dieselben Regeln wie für den Morgen: Das Handy ist vor dem Einschlafen tabu. Am besten alle elektronischen Geräte circa eine Stunde vorm Zubettgehen ausschalten oder in einen anderen Raum legen. So kommt man viel schneller zur Ruhe und die Schlafqualität wird sich bald verbessern.

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8. Gute Vorsätze fürs neue Jahr

Neujahr

Die Erfahrungen aus der neu gewonnenen digitalen Freizeit eignen sich perfekt als gute Vorsätze fürs kommende Jahr. Dazu können gehören: Sich einen Digital Fee Day gönnen, auf der Arbeit das private Handy ausschalten oder nur noch zu bestimmten „Öffnungszeiten“ Mails lesen und beantworten. Mit etwas Disziplin spart man so über den Tag verteilt bis zu zwei Stunden, die man mit Hobbys oder Sport füllen kann.

9. Gerätezeiten über die Feiertage regeln

Technische Geräte sind für Kinder oft die erste Wahl, um sich zu beschäftigen. Wer nicht mit den Freunden chatten, Videos gucken oder am Computer spielen darf, verbreitet schnell schlechte Laune. Sammeln Sie daher bereits vor den Feiertagen gemeinsam Ideen für Alternativen. Legen Sie die gerätefreien Zeiten dann gemeinsam verbindlich fest. Denn nichts ist für Kinder frustrierender als willkürliche Verbote von Erwachsenen.

10. Digital Detox zur Kultur machen

Nachdem man über die Feiertage gemerkt hat, wie viel Zeit man spart, wenn man das Smartphone regelmäßig ausschaltet oder nur noch zu bestimmten Zeiten bedient, kann man seine positive Erfahrung im Freundeskreis und nach dem Urlaub auch im Büro publik machen. Das schafft eine neue digitale Kultur und ermutigt auch andere, sich vom digitalen Stress zu lösen.

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Quellen: Bilder: Depositphotos/MilanMarkovic, Syda_Productions, AlexNosenko, Monkeybusiness,Text: Ulrike Stöckle