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Klimawandel macht krank
Weltgesundheitstag 2014

WHO-Weltgesundheitstag 2014: Gesundheitsgefahren durch Klimawandel & CO2

Am Weltgesundheitstag der Weltgesundheitsorganisation WHO wird wieder deutlich, dass immer mehr Menschen an Krankheiten leiden oder sterben, die durch den Klimawandel, CO2, Feinstaub und Ozon ausgelöst werden. Wir Menschen machen uns damit selbst krank.

Am 7. April 2014 findet wieder der Weltgesundheitstag statt. Mit diesem  Tag erinnert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) an ihre Gründung im Jahr 1948. Der Weltgesundheitstag beschäftigt sich immer mit einem bestimmten Thema, dieses Jahr sind es die vektorübertragenen Krankheiten. Vektorübertragene Krankheiten sind Krankheiten, die sich durch Zecken, Fliegen oder Mücken übertragen – Malaria ist wohl eine der berühmtesten davon. Gerade durch den Klimawandel werden vektorübertragene Krankheiten immer weiter verbreitet und bald auch für uns zum Problem.

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Weltgesundheitstag

Der Weltgesundheitstag 2014 © WHO

Krankheiten durch den Klimawandel

Der Klimawandel begünstigt aber nicht nur diese Krankheiten: Auf der ganzen Welt gibt es Millionen vorzeitige Todesfälle, die durch schlechte Luft und Klimaveränderungen bedingt sind. Alleine in Deutschland dokumentiert das Umweltbundesamt jedes Jahr circa 47.000 Tote durch Feinstaub und Stickstoffdioxide. Das große Problem: Schlechte Luft kann man nicht umgehen, denn der Wind und das Wetter verteilen die Schadstoffe und damit auch Krankheitserreger im ganzen Land. Durch die Schadstoffe in der Luft und die Veränderung des Klimas sterben somit immer mehr Menschen:
Der Anstieg der bodennahen Ozon-Konzentration durch CO2-Emissionen führt zu Asthma und anderen Atemwegserkrankungen. Durch die vermehrte UV-Strahlung erhöht sich das Hautkrebsrisiko. Außerdem kann Feinstaub für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich sein.

Unsichtbare Gefahr

Immer noch wird die Gefahr, die von Luftschadstoffen und der Klimaveränderung ausgeht, vehement unterschätzt. Außerdem sind Gegenmaßnahmen oft unbequem und kostenintensiv.

Auto Emissionen

Zu viel CO2 macht uns krank. ©stockfotoart/iStock/Thinkstock

Annette Peters vom Institut für Epidemiologie II des Helmholtz Zentrum in München erklärt: „Hinzu kommt, dass Feinstaub oder Luftschadstoffe nicht alleine Atemwergerkrankungen oder einen Herzinfarkt auslösen, sondern stets kombiniert mit anderen Faktoren wirken. Das macht es schwerer greifbar.“ Ein wichtiger Faktor für die Luftverschmutzung sind zum Beispiel alte Braun- und Steinkohlekraftwerke, deren Anteil an der Bruttostromerzeugung in Deutschland immer noch weiter steigt, dadurch nimmt auch der CO2-Ausstoß in Deutschland zu.Eine Studie der Universität Stuttgart konnte dabei ermitteln, dass Braun- und Steinkohlekraftwerke in Deutschland einen Anteil von circa elf Prozent an den Gesundheitsschäden haben. 

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Nachhaltigleben

Eneuerbare Energien senken CO2-Emissionen © vencavolrab/iStock/Thinkstock

Die Emissionen führen laut der Studie zum vorzeitigen Tod von 3.100 Menschen. Ein Viertel der CO2-Emissionen eines Verbrauchers fallen durchschnittlich auf Heizen und Strom. Durch Ökostrom und Ökogas kann hier jeder ganz leicht ein Zeichen setzen, denn nicht erst seit dem neuen Weltklimabericht ist klar: Der Mensch ist Schuld an der Erderwärmung. Erneuerbare Energien sparen CO2 ein und je mehr Menschen wechseln, desto eher werden Erneuerbare Energien ausgebaut. Das ist gut für uns, unsere Kinder und alle zukünftigen Generationen.



Quelle: Polarstern
Text: Kristina Reiß