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Ökologisch einkaufen

Ökologisch einkaufen: Krankmacher in Lederprodukten

Lederwaren gelten als schick, edel und natürlich. Doch leider verwenden einige Hersteller von Lederwaren Chemikalien, die gesundheitsschädlich sind. Besser sind Produkte aus Bioleder. Doch auch hier gilt: Auf die genaue Herkunft achten, denn Gerbstoffe aus dem Regenwald gefährden den Baumbestand.

Chrom ist ein Stoff, der Leder geschmeidig macht und die Weiterverarbeitung verbessert. 90 Prozent aller Lederwaren werden weltweit damit gegerbt. Problem ist nur, dass Chrom nicht gerade förderlich ist für unsere Gesundheit. „Mehr als eine halbe Millionen Menschen in Deutschland reagieren empfindlich auf diesen Stoff“, erklärt Professor Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung und fordert, dass Lederbedarfsgegenstände und insbesondere Lederbekleidung kein Chrom enthalten sollte.

Chrom löst Allergien aus

Chrom kann allergische Hautreaktionen wie Kontaktekzemen führen und zudem die Umwelt belasten. Abwässer werden mit organischen Verbindungen, Salzen und Schwermetallen vergiftet. Bis zu 250 Kg Chemikalien werden bei der Herstellung von gerade mal 500 Kg Leder freigesetzt. Zwar sind die Auflagen in Europa streng, doch über 50 Prozent der weltweiten Lederwaren werden in China und Indien hergestellt, wo giftige Abwässer ungefiltert in Flüsse und ins Grundwasser gelangen.

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Damit die strengen Umweltbestimmungen in Deutschland hintergangen werden können, wird ein großer Anteil an Rohhäuten ins Ausland verfrachtet. Auf dem Transport vom Schlachthof zu den Gerbereien in anderen Ländern wird die Rinderhaut in eine Salzlösung getaucht, die kaum biologisch abbaubar ist.

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In welchen Lederprodukten sind Giftstoffe enthalten? Greifen Sie auf Bioleder zurück! © Hemera/ Thinkstock

Bioleder mit Naturgerbstoffen

Doch glücklicher Weise gibt es auch Hersteller, die andere, nachhaltige Wege gehen und die Schadstoffe auf ein Minimum reduzieren. Gesundheitsschädliche Stoffe werden gemieden und Backpulver sowie pflanzliche Mittel zum Gerben verwendet. Bio-Leder ist eine Alternative, doch sollte auf die Herkunft des Gerbstoffs geachtet werden, denn auch hier warnen Umweltschützer: Der im Regenwald wachsende Quebracho-Baum liefert einen Gerbstoff, der mittlerweile so beliebt ist, dass selbst 50 Jahre alte Bäume gerodet werden. Die Bestände gelten bereits als gefährdet.

Quelle: medicalpress.de
Text: Peter Rensch
Bild: ©iStockphoto und ©DigitalVision.