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Waschbär vor Gitter
Keine Tierqual für Pelze

Endlich kein Pelz mehr, Hugo Boss verzichtet

Echtpelz bedeutet das Tragen einer gequälten Tierleiche. Darauf will künftig Hugo Boss verzichten und wird künftig nur noch pelzfreie Mode anbieten.

Quälerei für modische Zwecke

Wer will sich schon eine gequälte Tierleiche umhängen. Meist sind die haarigen toten Teile von Kaninchen oder Marderhunden. Die putzigen Tierchen werden zu Hauf in engen Käfigen – oft aus China – gehalten, wo sie dahinvegetieren und unsachgemäß getötet werden. Nicht selten wird ihnen das Fell bei lebendigem Leib über die Ohren gezogen.

Für begehrte Nerzmäntel müssen Tiere oft qualvoll sterben.

Hugo Boss auf tierleidfreiem Kurs

Nachdem Hugo Boss mehrmals in die Kritik geriet, eben solche Pelze zu verwenden, änderte das Metzinger Unternehmen seinen Kurs in Richtung nachhaltig und tierleidfrei. Zu verdanken ist solch ein Sinneswandel auch dem Engagement der internationalen Initiative Fur Free Alliance. Deren Mitglieder setzen sich schon lange für ein Ende der Zucht und Tötung von Pelztieren ein. Auch der Deutsche Tierschutzbund freut sich über den neuen Weg: „Hugo Boss hat ein deutliches und vorbildliches Zeichen gegen das Töten von Pelztieren gesetzt und geht in der Modewelt als gutes Beispiel voran", kommentierte Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. "Jedes Modeunternehmen, das weiterhin Pelzprodukte verkauft, unterstützt eine Industrie, die für den Tod von Millionen von Tieren verantwortlich ist, welche auf brutale Weise gehalten und getötet werden - und das für ein überflüssiges Luxusprodukt."

Hugo Boss Schaufenster

 Hugo Boss verzichtet in Zukunft auf echten Pelz.

Immer mehr Kunden wollen Eco Mode

Und die Liste der Pelzaussteiger für mehr Mode, die tierleidfrei und Eco ist, wird immer länger. Darunter sind Asos, Calvin Klein, H&M, Jack Wolfskin, Tommy Hilfinger, S. Oliver, Zalando und Zara. Deutliche Antworten auf das Verhalten der Verbraucher, die zunehmend keinen echten Pelz mehr tragen wollen. Im Gegenteil. Immer mehr Kunden wollen Eco Mode aus nachhaltig ethischem Anbau. Es braucht vor allem bekannte Namen, um auf das Leid der Tiere aufmerksam zu machen. "Hugo Boss ist zu einem Führer der Modewelt geworden, indem er gegen Tierquälerei und ein Ende des Gebrauchs von Echtpelz in Kollektionen Stellung bezieht", sagte Joh Vinding, Präsident der Fur Free Alliance. "Die Fur Free Alliance hofft, dass andere Luxusmarken dem Beispiel von Hugo Boss folgen werden, besonders da es inzwischen so viele gewaltfreie Alternativen gibt, die modisch sind und sich von Echtpelz nicht unterscheiden lassen."

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Textquelle: Fashionunited, Bildquelle: Flickr CC BY 2.0/Mads Bødker, Flickr CC BY-ND 2.0/ConstiAB, Flickr CC BY-ND 2.0/Panoramas