Montessori und Waldorf sind nur zwei von vielen alternativen Schulformen © Monkey Business Images/Stockbroker (thinkstockphotos)

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Alternative Schulformen

Montessori & Co: Alternative Schulformen

Wenn es um die schulische Ausbildung der Kinder geht, wollen die Eltern das Beste. Doch spätestens nach den Ergebnissen der Pisa-Studie suchen viele Eltern nach alternativen Schulformen. Welche pädagogischen Konzepte wie zum Beispiel Montessori und Waldorf es gibt und was sie zu bieten haben.

Die Ärztin Dr. Maria Montessori hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts das pädagogische Konzept entwickelt nach dem sich die Montessori-Schulen richten. Die Ärztin erarbeitete die Lehrmethode aufgrund ihrer Erfahrungen bei der psychiatrischen Behandlung von Kindern in Italien. Mittelpunkt des Montessori-Konzepts sind ein offener Unterricht und die individuelle Förderung der Fähigkeiten eines jeden einzelnen Kindes.

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Freude am Lernen entwickeln

In den Montessori-Schulen gibt es weder feste Lehrpläne, noch Klausuren und auch keine Benotungen. Vielmehr sollen Kinder eine natürliche Freude am Lernen haben und respektvoll bei ihrem Lernprozess unterstützt werden. Zwar sind Strukturen im Schulalltag vorhanden, doch wird ein großer Wert auf das freie Arbeiten gelegt. Meist handelt es sich um Ganztagsschulen, damit die Kinder gemeinsam Essen. Die Klassen bestehen in der Regel aus maximal 20 Kindern, die aus bis zu drei unterschiedlichen Jahrgängen stammen.

Förderung künstlerischer Fähigkeiten

Die Waldorfschulen berufen sich auf die pädagogische Idee des Anthroposophen Rudolf Steiner. Der Schulalltag ist stark geprägt von kreativen, künstlerischen und handwerklichen Arbeiten. Zu Beginn des Schultags erhalten die Kinder einen zweistündigen Epochenunterricht, in dem über mehrere Wochen nur ein Fach/Thema unterrichtet wird. Dann folgt der Fachunterricht. Die Leistungen der Kinder werden nicht benotet, sondern das Zeugnis beinhaltet eine schriftliche Darstellung der Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes. Ab dem 9. Schuljahr besteht die Möglichkeit zusätzlich ein benotetes Zeugnis ausgestellt zu bekommen.

Eine neue Kultur des Lernens verfolgen die Schulen des Club of Rome. Teamarbeit, Respekt voreinander und Selbstverantwortung sind die Grundprinzipien dieser Schulform.  Das globale Denken wird ebenso gefördert wie die Freude am Lernen und der Blick auf ein ganzheitliches Menschenbild.

Der Pädagoge Peter Petersen entwickelte 1927 das Konzept der Jenaplan-Schule. Grundlage ist hierbei eine intensive Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern. Selbständiges Arbeit, gemeinschaftliches Zusammenarbeiten und Mitverantwortung von Schülern und Eltern sind die Kernbotschaften dieses pädagogischen Konzepts. Es gibt in den Jenaplan-Schulen keine Klassen nach Jahrgängen, sondern sogenannte Stammgruppen mit Schülern unterschiedlichen Alters. Gearbeitet wird nach einem Wochenarbeitsplan und in überfachlichen Projekten.

Text: Peter Rensch