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Nachhaltigleben

©Peta Asia Pacific

Weitere Unternehmen verzichten auf Angora, trotzdem Kritik

Weitere Einzelhändler weigern sich nach dem Angora-Skandal Angoraprodukte zu verkaufen, aber auch Gegenstimmen werden laut.

Nach dem Angora-Skandal der vergangenen Wochen, der von Peta aufgedeckt wurde, entscheiden sich nun auch große britische Einzelhändler wie Marks & Spencer, Topshop, Next, New Look, Ted Baker und der bekannte Kleidungsdiscounter Primark gegen die weitere Verwendung von Angora. Der Onlineanbieter Asos hat sogar als erster britischer Einzelhändler Angora dauerhaft verboten und bestehende Angebote von der Website genommen. Zuvor hatten bereits andere namhafte Unternehmen wie Calvin Klein, C&A, H&M, Esprit, IC Companys, Lindex und Tommy Hilfiger verkündet, dass sie auf Angora verzichten wollen.  In einem Video von Peta wurde öffentlich gemacht, wie lebenden Angorakaninchen auf grausame und schmerzvolle Weise das Fell ausgerissen wird für Kleidung.

Hier geht es zu dem schockierenden Video von Peta über Angorakaninchen, denen brutal das Fell ausgerissen wird.

Gegenstimmen des Angoraskandals

Anlässlich des Angora-Schock-Videos von Peta werden jedoch auch Gegenstimmen laut. Der deutsche Garnanbieter Michael Dal Grande Naturfasern aus Lörrach kritisiert, dass in dem Video nur gezeigt würde, wie der Haartyp „Spiky Angora“ beschafft wird. Bei dieser Sorte handelt es sich lediglich weltweit um 10 Prozent der Angora Jahresproduktion. Dal Grande spezifiziert: „Von einer Qualität, die zudem noch nicht einmal in westlichen Produkten Verwendung findet, auf die gesamte Angora-Produktion zu schließen und die Angora-Industrie insgesamt in Sippenhaft zu nehmen ist manipulativ, verleumderisch und grob fahrlässig.“

Quelle: Fashion United
Text: Kristina Reiß