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© Dian Fossey Gorilla Fund International

Medienmogul Ted Turner spendet 1 Mio. Dollar für Gorilla-Schutz

Der als Philantroph und Umweltschützer bekannte Medienmogul Ted Turner, Gründer des Nachrichtensenders CNN, hat eine Million Dollar für den Schutz von Gorillas im Kongo gespendet. « Ich finde nichts wichtiger, als die Erde zu beschützen, unseren Planeten, die Umwelt – und das schließt diejenigen ein, die darin leben, die Gorillas in Afrika inbegriffen.»

Das Geld ging an den Dian Fossey Gorilla Fund. Dian Fossey war die erste, die Gorillas in ihrem natürlichen Lebensraum erforschte. Ihr Lebenswerk wurde in «Gorillas im Nebel» festgehalten. Dian Fossey (1932 – 1985) widmete sich Zeitlebens der Erforschung und dem Schutz der bedrohten Primaten. Heute führt Ihre Arbeit der Dian Fossey Gorilla Fund erfolgreich weiter. Erfolgreich unter anderem auch daher, dass insbesondere die Berggorillas in Ruanda die einzigen Primaten sind, deren Population leicht anwächst und nicht schrumpft. Möglich ist dies durch massive Schutzmaßnahmen und Aufklärungsarbeit bei der Bevölkerung. Aber auch das Einbinden der Bevölkerung in die Arbeit des Gorilla Funds und die dadurch entstehende Akzeptanz haben zur erfolgreichen Stabilisierung der Berggorilla-Population in Ruanda beigetragen.

Wie wichtig diese Arbeit für den Arterhalt und den Umweltschutz ist, zeigt die Situation in der benachbarten Republic of Congo. Dort ist eine Unterart der Berggorillas beheimatet, die Grauer`s Gorillas, benannt nach einem österreichischen Afrikaforscher, stark vom Aussterben bedroht. Der Grund: Mangelnder Schutz der Gorillas, Wilderei und Umweltzerstörung.

Intensive Schutzmaßnahmen werden durch Ted Turners Spende ausgebaut

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Der Gorilla Fund von Dian Fossey hat viel erreicht. Zusammen mit örtlichen Stammesführern wurde in über einem Jahrzehnt harte Arbeit eine Reihe von Naturreservaten eingerichtet und zwei Nationalparks. Diese sollen nur mit eigenem Personal aufgestockt werden, um einen noch besseren Artenschutz zu ermöglichen. «Aktiver Umweltschutz», eine Erfindung von Dian Fossey mit der sie schon vor Jahrzehnten Gorilla-Populationen aktiv schützte, soll durch die permanente Anwesenheit des Personals gewährleistet sein. Nicht nur die Gorillas, sondern auch viele andere Spezies und ganze Ökosysteme werden hierdurch nachhaltig geschützt.

«Ich engagiere mich schon lange für Umweltbelange. Und dabei zu unterstützen, diese wundervollen Tiere zu schützen ist Teil des nachhaltigen Umweltschutzes», ist Ted Turner überzeugt. «Wenn wir auch nur eine Art verlieren, was es ja tagtäglich der Fall ist in unserer überbevölkerten und bis an den Rand des erträglichen verschmutzten Umwelt, verlieren wir auch einen Teil von uns selbst. Ich finde nichts wichtiger, als die Erde zu beschützen, unseren Planeten, die Umwelt – und das schließt diejenigen ein, die darin leben, die Gorillas in Afrika inbegriffen.»

Clare Richardson, president and CEO of the Fossey Fund, says, “The Fossey Fund is very fortunate indeed to have the kind of support that Ted Turner is providing. It is made even more notable because his contribution comes just after the 80th anniversary of Dian Fossey’s birth. The work she began in 1967 has never stopped, and we have made great gains in recent years. But the challenges have never stopped either, and with this wonderful contribution, we can begin to export our expertise to other gorilla populations in need, such as in Congo.”

Gorillas, zweitnächste Verwandte des Menschen

Foto: © Dian Fossey Gorilla Fund International

Gerade erst hat das renommierte US-amerikanische Journal «Nature» eine bahnbrechende Studie britischer Forscher veröffentlicht, die besagt, dass das Genom der Gorilla nun komplett entschlüsselt sei. Heraus kam bei dieser Studie, dass Gorillas und Menschen näher verwandt sind als bisher angenommen. Der Schimpanse allerdings sei nach wie vor der nächste Verwandte des Menschen. «15 Prozent des menschlichen Genoms ist näher am Gorilla als am Schimpansen und 15 Prozent des Genoms des Schimpansen ist näher am Gorilla als am Menschen», teilten die Wissenschaftler mit. Bisher wurde vermutet, dass Orang-Utans der zweitnächste Verwandte seien, doch Gorillas sind genetisch nun noch näher am Erbgut des Menschen.

Weitere Informationen: Website des Dian Fossey Gorilla Fund.

Text: Jürgen Rösemeier