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Nachhaltigkeitsmanagement
Nachhaltiges Wirtschaften

EMAS-Unternehmensrichtlinien für eine grüne Zukunft

Die 20-jährige Geschichte der Richtlinien für ein nachhaltigeres und umweltschonendes Wirtschaften, EMAS, ist eine echte Erfolgsgeschichte. Mehr als 800 000 Beschäftigte in rund 1200 deutschen Betrieben leisten einen Beitrag für ein umweltgerechtes Wirtschaften. Doch was genau ist EMAS? Und welche Vorteile bieten die Richtlinien? Ecowoman hat für Sie recherchiert.

Die Abkürzung EMAS steht für Eco-Management and Audit Scheme, was übersetzt in etwa Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung bedeutet. Die Richtlinien wurden vor rund 20 Jahren entwickelt und sind ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union, das es Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Art erlaubt, ihre Umweltbilanz langfristig und über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus zu verbessern.

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Wie funktioniert EMAS?

EMAS setzt an vielen verschiedenen Punkten der Unternehmensführung an, um langfristig eine positivere Umweltbilanz zu erreichen. Hinsichtlich des Klimaschutzes wird beispielsweise versucht die Energieeffizienz zu erhöhen und den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern oder zu vermeiden. Auch der Einsatz von Roh- und Hilfsstoffen wird im Zuge einer EMAS-Zertifizierung optimiert, sodass der Materialverbrauch und die Abfallproduktion reduziert werden. Ein weiterer Vorteil für die beteiligten Unternehmen ist Überprüfung der Einhaltung von Umweltgesetzen, wodurch eine erhöhte Rechtssicherheit entsteht und mögliche negative Folgen für das Ansehen der Unternehmen vermieden werden.

Mitarbeiterpartizipation und Transparenz

Der Prozess der Zertifizierung betrifft alle Ebenen eines Unternehmens, von den Führungskräften bis zu den Beschäftigten. Alle Mitarbeiter sind dazu aufgefordert, sich aktiv zu beteiligen, sodass vorhandenes Know-How und innovative Ideen bestmöglich genutzt werden können. Mit einer Unternehmenszertifizierung wird zudem dem Wunsch nach Transparenz und Verlässlichkeit nachgekommen, da auf die Zahlen und Inhalte der Umwelterklärung Verlass ist und dies auch durch das EMAS-Logo für die Öffentlichkeit sichtbar gekennzeichnet wird. Darüber hinaus ist die EMAS-Zertifizierung eine gute Basis für Firmen, eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie zu erarbeiten, bei der auch soziale und gesellschaftliche Auswirkungen berücksichtigt werden. Anfang März zeichneten das Bundesumweltministerium und der Deutsche Indiuestrie- und Handelskammertag den führenden Hersteller von Babynahrung HiPP für sein Umweltmanagementsystem nach EMAS in der Kategorie „Große Unternehmen“ aus. Insbesondere die Produktion von Bio-Lebensmitteln sowie der Herstellungsprozess werden durch das ausgiebige Nachhaltigkeitmanagement des Unternehmens erheblich verbessert – das anfallende Abfallaufkommen wird fast vollständig weiterverwertet.

Mit Hilfe des Umweltgutachterausschusses wird das anspruchsvolle System für Umweltmanagement EMAS auch in Zukunft aktiv umgesetzt und verbreitet!

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Quelle: www.emas.de, Bild: depositphotos, Text: Anna-Lena Kraft, Isabel Binzer