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Dieser Mann schützt seine Atemwege nur Unsachgemäß © TiSanti (iStock / thinkstockphotos)

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Entwicklungshilfe fördert Pestizide deutscher Chemiekonzerne

„Keine Entwicklungshilfe für Agrarkonzerne“ lautete das Motto einer Protestaktion von Oxfam, FIAN und INKOTA. Ziel war es gegen die Kooperation des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit den Chemiekonzernen BASF, Bayer und Co. zu protestieren.

Der Einsatz von großen Mengen an Pestiziden schadet Mensch und Natur. Die Gesamtkosten für Erkrankungen und Verletzungen durch Pestizide betragen laut dem UN-Umweltprogramm alleine in Subsahara-Afrika 90 Milliarden US-Dollar. Laut Oxfam konnte der Chemiekonzern Bayer unter mithilfe des BMZ in Kenia über 20 Prozent mehr Pestizide an Kleinbäuerinnen und –bauern verkaufen. Dazu Marita Wiggerthale, Agrarexpertin bei Oxfam: „Entwicklungsminister Müller redet zwar viel von einem Paradigmenwechsel in Richtung Nachhaltigkeit, fördert aber Chemieriesen wie Bayer und BASF. Das hat mit Nachhaltigkeit nichts zu tun.“ Vor allem der steigende Pestizideinsatz in Entwicklungsländern sei besorgniserregend. Allein in  Bangladesch sei er von 2000 auf 2010 um 328 Prozent angestiegen. Laut Jan Urhahn, Referent für Landwirtschaft und Ernährung bei INKOTA liefen die Pläne von Minister Müller auf eine Stärkung einer hochtechnischen Landwirtschaft mit einem massiven Einsatz von Düngemittel, Pestiziden und Industriesaatgut hinaus. Er forderte Minister Müller auf, die „unheilvolle Allianz zwischen Politik und den Agrarriesen zu beenden.“

Quelle: Oxfam Deutschland

Text: red

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