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Zugvögel sind früher zurück als gedacht

© patrickjoseph1/ iStock

Zugvögel kommen mit Rückwind

Der Frühling naht – noch vor dem meteorologischen Frühlingsanfang sind die ersten Zugvögel zurück, denn ihr Heimflug war durch Rückenwind umso schneller.

Die ersten Störche sind zurück und haben ihr Nest besetzt. Aber auch Kraniche, Stare und der Rotmilan kehren ungewöhnlich früh aus ihren Winterquartieren in Afrika und dem Süden Europas zurück nach Deutschland.

Die Großwetterlage auf dem Weg spielt beim Rückflug eine nicht unerhebliche Rolle. "Trockene Kälte macht Zugvögeln nichts aus, aber wenn es dauerhaft regnet und die Sicht schlecht ist, Gegenwind ihnen den Weg schwer macht, legen sie oft einen sogenannten Zugstopp - also eine Reisepause - ein und warten auf bessere Flugbedingungen", so Peer Cyriacks, Ornithologe der Deutschen Wildtier Stiftung. "Zugvögel profitieren aktuell von der vorherrschenden Windrichtung. Weil der Wind aus Süden weht, beschleunigt sich der Rückflug der Vögel - sie haben quasi Rückenwind und sparen Energie."

Zurzeit ist das Wetter wahrlich perfekt. Auch die Blässgänse machen sich jetzt in Schwärmen auf den Heimweg zu ihren Brutplätzen: Sie fliegen allerdings zurück in die arktischen Weiten Russlands, nachdem sie bei uns überwintert haben.

Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung / Text: Christina Jung

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