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Auch die Bürger wünschen sich Tempo 30 © Juliane Gregor/ Green City e.V.

© Juliane Gregor/ Green City e.V.

Green City: Tempo 30 auf Hackerbrücke in München

Mehr Sicherheit auf Münchens Straßen? Schneller und preiswerter als bauliche Veränderungen sind Temporeduzierungen. Die Umweltorganisation Green City e.V. ruft daher die Stadtverwaltung auf, probeweise die Geschwindigkeit von 50 auf 30 Kilometer pro Stunde zu senken.

Eine Stelle ist bereits gefunden: die Hackerbrücke. Während der Wiesn herrschte dort in vergangenen Jahren Tempo 30, um die Sicherheit der vielen VerkehrsteilnehmerInnen von Auswärts zu gewährleisten. Den Rest des Jahres dient die Hackerbrücke Münchens RadfahrerInnen als schnelle Nord-Süd-Querung und FußgängerInnen als angenehme Alternative zur lauten und abgasverschmutzten Paul-Heyse-Unterführung. Nur, dass dann statt Tempo 30 Tempo 50 herrscht. „Autofahrer haben dort keine Chance, mit ausreichend Sicherheitsabstand Fahrräder zu überholen. Ein Tempolimit würde die Lage beruhigen, weil es die Geschwindigkeiten beider Verkehrsarten aneinander anpasst und dies nach unserer Erfahrung zu weniger gefährlichen Situationen führt. Außerdem hätten FußgängerInnen es deutlich leichter, wenn Sie vor oder nach der Brücke die Straße überqueren - was heute leider schon viel zu oft unter waghalsigen Bedingungen passiert.“, so Julia Fröbel, Mobilitätsexpertin bei Green City.

Das Ziel der Umweltschützer: Mehr Sicherheit im Straßenverkehr, vor allem für ältere Menschen und Kinder. Aus diesem Grund fordert Green City die Stadtverwaltung auf, an der Hackerbrücke und in den anderen von BürgerInnen vorgeschlagenen Straßen testweise für ein halbes Jahr die Geschwindigkeit auf 30 Stunden pro Kilometer zu reduzieren und die Auswirkungen wissenschaftlich auszuwerten.

Quelle und Introbild: Green City e.V. / Text: Christina Jung

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