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Robbentötung

© peppi18/istock

Robbentötungen in Schleswig Holstein

Zahlreiche Tötungen junger Seehunde an den Küsten und Inseln Schleswig-Holsteins sorgten für einen öffentlichen Aufschrei. Der Arbeitskreis Robben Schleswig-Holstein fordert daher die Abschaffung der gängigen Praxis.

Über 130 Seehunde wurden Anfang des Jahres auf der Insel Sylt nach kurzer Inaugenscheinnahme durch Seehundjäger mit einem gezielten Fangschuss getötet. Die aktuelle Praxis, nach welcher allein Seehundjäger in Schleswig-Holstein über das Leben oder Sterben von kranken und geschwächten Robben sowie neugeborenen, mutterlosen Tieren entscheiden, wird vom Arbeitskreis Robben Schleswig-Holstein stark kritisiert. Ziel des Arbeitskreises Robben in Schleswig-Holstein ist es, zu erreichen,  dass Seehunde zukünftig nicht mehr dem Jagdrecht unterliegen und, dass qualifizierte Tierärzte beurteilen, ob ein aufgefundenes Tier unabhängig seines Alters versorgt oder euthanasiert werden soll. Der Arbeitskreis informiert Interessenten über den Umgang mit geschwächten und krank aufgefundenen sowie neugeborenen, mutterlosen Robben an den Küsten und auf den Inseln wie Föhr. Jüngst erregten die zahlreichen Tötungen betroffener Tiere ein starkes Medieninteresse. Die derzeitige Praxis, nach welcher bestellte, ehrenamtliche Seehundjäger innerhalb weniger Minuten über Überleben oder Tod des Tieres am Strand entscheiden, ist nicht mehr zeitgemäß und muss abgeschafft werden.

Quelle: Arbeitskreis Robben in Schleswig-Holstein
Text: Vera Konersmann

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