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Biodiversität schützen!

Naturschutz sorgt für mehr Biodiversität

Eine Eco Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz soll mit konkreten Naturschutzmaßnahmen im Rheinland, an der Mosel und im Münsterland für mehr Biodiversität sorgen. 

Der Bund hat viel vor, um in Deutschland den Naturschutz und die Biologische Vielfalt voranzutreiben. Mit insgesamt 1,7 Millionen Euro will das Bundesumweltministerium nun eine Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz unterstützen. Die koordinierten Projekte sollen in drei repräsentativen Modellregionen in Deutschland umgesetzt werden, um den Rückgang der Biodiverstiät in Deutschland zu stoppen.

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Das Mosel-Projekt: Mehr Biodiversität durch Steillagenweinbau

Das Weinbaugebiet an der Mosel ist das größte Steillagenweinbaugebiet der Welt. Hier sollen mit Hilfe der Kooperation die Flächen nachhaltig und eco bewirtschaftet werden. Zur Sicherung der Ökosystemleistungen, Schönheit der Landschaft und biologischen Vielfalt.

 An der Mosel befindet sich das größte Steillagenweinbaugebiet

Das Münsterland-Projekt: Mehr Anbau von Energiepflanzen

Über 40 Prozent aller Schweine und mehr als ein Viertel aller Kühe werden in Nordrhein-Westfalen gehalten. Mit gezieltem Energiepflanzenanbau soll die Biodiverisität gesteigert werden. Mit der Schaffung von Lebensraum für zahlreiche Arten und Wildpflanzenmischungen als Alternative zum Maisanbau.

Biodiversität in der Landwirtschaft sichert den Erhalt der Umwelt und Arten

Das Rheinland-Projekt: Mehr Ackervielfalt durch summende Insekten

Durch die Kooperation und das Modellprojekt sollen im Rheinland die Lebensbedingungen für bestäubende Insekten verbessert werden. Mehr Biodiversität durch Honigbienen, Hummeln, Schwebfliegen und Wildbienen ist das Ziel. Die summenden Insekten sichern eine wichtige ökologische Dienstleistung für die Landwirtschaft.

Summende Insekten sichern ökologische Dienstleistungen für die Landwirtschaft

Für die ausgewählten Projektregionen wurden gezielt konventionelle Anbaugebiete ausgewählt.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Das Besondere an diesem Vorhaben ist, dass es nicht auf den ökologischen Anbau ausgerichtet ist, wo schon wichtige Erfolge erzielt werden. Diese Projekte setzen gezielt bei der konventionellen landwirtschaftlichen Nutzung an. Immerhin werden 54 % der Fläche Deutschlands landwirtschaftlich genutzt, davon fast 95 % in konventioneller Form. Damit hat die konventionelle Landwirtschaft einen maßgeblichen Einfluss auf den Zustand der Natur in unseren Agrarlandschaften. Hier brauchen wir dringend Verbesserungen.“ Sollte sich die Kooperation als fruchtbar erweisen und die Biodiversität sichern, bedeutet dieses Projektvorhaben eine Stärkung der deutschen Kulturlandschaft mit artenreicher biologischer Vielfalt. Andere Regionen sollen dann mit weiteren Projekten folgen.

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Textquelle: Bundesamt für Naturschutz, Bildquelle: 1.Flickr CC BY-ND 2.0/Günter Hentschel, 2. Flickr CC BY-SA 2.0/-col-, 3. Flickr CC BY-ND 2.0/ Olli Henze, Autor: Ulrike Rensch