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Pesto aus frischem Basilikum ist immer ein Hit!

Vielseitig und herrlich duftend: Basilikum, Pesto und mehr

Kräuter duften nun und verleihen der Luft einen Hauch von Sommer. Eines der vielseitigsten Gewürze ist der herrlich aromatische Basilikum. Er riecht nach Sommer, Sonne und gibt dem Gericht eine besondere Note. Sein kräftiges, leicht süßliches und dennoch pfeffriges Aroma verleiht nicht nur mediterranen Speisen den letzten Schliff. Alles Wissenswerte und ein paar sommerliche Rezept-Ideen.

Basilikum und die mit Basilikum verfeinerten Rezepte sind bei jedem beliebt. Sicherlich liegt das auch daran, dass sein frischer Duft die Sinne anregt. Doch nicht nur wegen seines tollen Geschmacks, gerade in Kombination mit Tomaten, wird Basilikum schon Jahrhunderte geschätzt. Schon Hildegard von Bingen war von Basilikum als Heil-Pflanze begeistert. Denn Basilikum wird eine nervenberuhigende Wirkung zugesprochen, lindert Migräne, ist gut für die Verdauungsorgane und hat schon früh in der Frauenheilkunde Einsatz gefunden.

Das trendige Gewürz Basilikum ist in immer mehr Sorten im Supermarkt oder beim Gärtner erhältlich. In den kleinen Töpfen mit den zarten Blätter oder als kräftiger, robuster, ein- oder mehrjähriger Basilikum-Strauch, dessen Blüten ein wahrer Schmetterlings-Magnet sind. Doch alle haben eines gemeinsam: Sie schmecken einfach lecker.

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Basilikum-Pesto: Schnelles Rezept für den Sommer-Genuss

Viele kaufen Basilikum im Glas. Das ist meist teuer, erst recht in Bio-Qualität, und die Pinien-Kerne oder das traditionelle Olivenöl werden durch Walnüsse, Sonnenblumenkerne und minderwertiges Öl ersetzt. Einfach besser schmeckt es, das Basilikum-Pesto selbst zu machen. Das Rezept ist denkbar einfach und benötigt in der Herstellung nicht länger, als Pasta zu kochen.

Das Rezept für Basilikum-Pesto

Ein großer Bund oder zwei Töpfe Basilikum, 40 Gramm Pinienkerne, 40 Gramm Parmesan (wahlweise aromatischer Peccorino), 100 ml Olivenöl, 2 – 3 Knoblauchzehen, Meersalz.

Die Zubereitung des Rezepts für Basilikum-Pesto: Blätter abwaschen, trockentupfen, Käse reiben, Pinienkerne in der Pfanne bei geringer Hitze leicht anrösten (Vorsicht, brennen schnell an! Wenn eine leichte Färbung sich einstellt, sofort aus der Pfanne nehmen), Knoblauch schälen und grob zerkleinern. Mit dem Olivenöl in einen Mixer geben oder mit dem Zauberstab zerkleinern, fertig ist das Rezept für Basilikum-Pesto. Das Basilikum-Pesto in eine große vorgewärmte Schüssel geben und die leicht abgetropften Pasta unterrühren und servieren. Tipp: Mit der Hälfte des Olivenöls anfangen und gegebenenfalls schlückchenweise hinzugeben, bis das Basilikum-Pesto eine cremige Substanz hat.


Pesto und Pasta: die leckere Mahlzeit für den Sommer.

Basilikum-Pesto ist nicht nur zu Pasta ein toller Genuss.

Ein Pesto-Rezept mit frischem Basilikum ist herzhaft im Geschmack und passt in den Sommer. Wer es etwas mit Olivenöl verdünnt, kann es über den Klassiker Tomate-Mozzarella träufeln. Ein paar Basilikum-Blätter als Dekoration darüber gestreut und etwas Baquette dazu, schon ist eine herrliche Sommer-Vorspeise gezaubert.

Ebenso lecker schmeckt es zu (Ofen-)Kartoffel. Kombiniert mit gekochtem oder Parmaschinken – und, je nach Saison – frischen Spargel dazu, ist ein herrlich aromatisches Gericht mit Basilikum-Pesto verfeinert. Auch Ravioli oder Gnocchi erhalten mit dem Basilikum-Pesto einen unvergleichlichen Geschmack.

Übrigens: Das Rezept für Basilikum-Pesto reicht in der Regel für vier Personen. Wer weniger benötigt, kann das Basilikum-Pesto in ein sauberes Schraubglas geben. Leicht mit Olivenöl bedeckt, hält das Basilikum-Pesto ein bis zwei Wochen im Kühlschrank. Alternative: In einer Plastik-Dose einfrieren, rechtzeitig bei Bedarf aus der Truhe nehmen, im Kühlschrank auftauen lassen und eventuell etwas Nudelwasser und Olivenöl hinzugeben. So ist auch im Winter schnell ein sommerliches Rezept gezaubert.

Viele weitere Rezeptideen rund um den Basilikum gibt es u.a. unter www.chefkoch.de.

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Basilikum von der Fensterbank: Tipps zur Selbstaussaat

Viele Basilikum-Sorten gedeihen prima auf der Fensterbank, auf Balkon und im Garten wie in der Kräuterspirale. Basilikum liebt es warm, und wer ihn selbst mal ziehen sollte ihn bei 20 Grad Zimmer- oder Außentemperatur ziehen. Die Anzucht des einjährigen Basilikum funktioniert problemlos:

Genoveser oder griechischer Basilikum gehören in der Samenabteilung zu den häufigsten Vertretern des trendigen Gewürzes. Einen Blumentopf mit magerer Erde (Anzuchterde genannt, fördert die Wurzelbildung), Samen darauf und nur ganz fein mit Erde übersieben. Denn Basilikum ist ein Lichtkeimer, darf also nicht tief in Erde eingebettet werden.

Keimen die Pflanzen zu dicht, sollte er am besten ausgelichtet werden. Mit etwas Geschick kann man die kleinen Pflänzchen auch pikieren und setzt so den zu dicht wachsenden Basilikum in andere Gefäße. Denn, wie beim übervollen Basilikum-Topf aus dem Supermarkt, neigen die Basilikum-Pflanzen sonst schnell zum Faulen.

Wissenswertes zu Basilikum

  • Basilikum war im Mittelalter eine Heilpflanze.
  • Mehr als 150 Sorten Basilikum gibt es heute.
  • Es gibt europäische, afrikanische und asiatische Sorten. Der asiatische Basilikum, oft auch Thai-Basilikum genannt, hat eher einen seifigen Anis-Duft und verfeinert viele asiatische Gerichte perfekt.
  • Basilikum nicht mitkochen, sondern frisch über das Asia- oder Pasta-Gericht geben. Das sieht nicht nur schön aus, sondern sein Aroma kommt besonders gut zur Geltung.
  • Es gibt Basilikumsorten, die nach Zitrone oder Zimt schmecken.

Text: Jürgen Rösemeier