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Bio-Lebensmittel gibt es heute auch im Supermarkt oder Discounter.

Bio-Lebensmittel: Wo kaufe ich am besten?

Grundnahrungsmittel wie Kartoffel, Salat und Co, oder edle italienische Öle oder Antipasti – Lebensmittel in Bio-Qualität werden immer beliebter und sind heute überall erhältlich. Unterscheiden sich Discounter- und Bio-Fachhändler-Angebote und gibt es Qualitätsunterschiede?

Früher gab es Bio-Produkte wie Lebensmittel ausschließlich im Bio.-Fachhandel oder auf dem Bio-Hof. Heute haben die Bio-Lebensmittel aber schon längst die Supermarkt-Regale erobert und selbst der Discounter hat Bio-Lebensmittel im Angebot. Sogar im Internet ist das Angebot an Bio-Lebensmitteln groß.

Drei Bezugsquellen für Bio-Lebensmittel

Neben dem Internet gibt es heute drei verschiedene Möglichkeiten, Bio-Produkte einzukaufen. Bio-Berater und Profi-Koch Konrad Geiger, unterscheidet drei Kategorien von Bezugsquellen für Bio-Lebensmittel. «Normale Supermärkte und Discounter, Reformhäuser oder Drogeriemärkte führen nur einen Teil ihrer Angebotspalette in Bio-Qualität. Im Gegensatz dazu setzen Bio-Fachhändler – also Bio-Supermärkte und Naturkostfachgeschäfte – auf reine Bio-Sortimente. Schließlich gibt es noch die Direktvermarkter, die in Hofläden, auf Bio-Wochenmärkten oder via Abo-Biokiste Eigenerzeugnisse vertreiben», erklärt Bio-Lebensmittel-Experte Geiger.

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Das Beratungsplus der Bio-Fachhändler

Der Bio-Spitzenkoch stellt mit Kennerblick deutliche Unterschiede der Bio-Angebote fest: «Die meisten Supermärkte und Discounter beschränken sich auf ein festes Bio-Grundangebot mit beispielsweise Möhren, Eiern, Ölen oder vorverpackten Wurstwaren. Diese Geschäfte lohnen sich als Bio-Einkaufsort für alle, die ihren Speiseplan punktuell um Bio-Waren ergänzen wollen. Weitaus umfangreicher sind die Sortimente der Bio-Fachhändler. Diese decken das gesamte Lebensmittelspektrum ab – und bieten darüber hinaus zahlreiche Spezialitäten in Bio-Qualität an.» Auch beim Preis lassen sich grundsätzliche Unterschiede feststellen, meint Bio-Fachmann Konrad Geiger. «Bio-Produkte aus Supermärkten und Discountern sind oftmals einige Cent günstiger. Hauptgrund sind die Großmengenbestellungen, mit denen die umsatzstarken Ketten beim Einkauf Rabatte erzielen», erklärt Geiger. Als Vorteile von Naturkostfachgeschäften und Direktvermarktern nennt der Bio-Spitzenkoch neben der großen Produktvielfalt von Bio-Lebensmittel vor allem die umfangreichen Service-, Verköstigungs- und Beratungsangebote.

Regionale und Saisonale Bio-Produkte

Als weiteres Plus von Bio-Fachhandel und Direktvermarktern von Bio-Produkten sieht Geiger die überwiegend regionale und saisonale Herkunft der dort angebotenen Bio-Produkte. «Jahreszeitliche Lebensmittel aus der Umgebung haben großen Nutzen: Durch ihre kurzen Transportwege schonen sie Klima und Umwelt. Zusätzlich stärken heimische Produkte lokale Wertschöpfungsketten – und tragen so zur Schaffung von Arbeitsplätzen in agrarischen und eher strukturschwachen Regionen bei», weiß Geiger, der seiner Argumentation pro regional und saisonal auch beim eigenen Bio-Einkauf folgt.


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Der Bio-Spitzenkoch, der vor seiner Tätigkeit als Öko-Berater für den Bio-Handel und die Bio-Gastronomie sieben Jahre lang Küchenchef des renommierten Restaurants "Fürstenfelder" in Fürstenfeldbruck war und anspruchsvolle Bio-Feinschmecker mit phantasievollen Gerichten begeistert hat, bezieht seine Bio-Lebensmittel vor allem von Direktvermarktern. «So kann ich den unmittelbaren Kontakt zum Erzeuger pflegen und Lob, Tadel oder Sonderwünsche äußern», begründet Geiger seine Entscheidung. Darüber hinaus gilt für den Bio-Spitzenkoch das Motto: «Egal ob im Supermarkt, Bio-Fachhandel, auf dem Wochenmarkt oder vom Hofladen: Die strengen Kriterien des Bio-Siegels gelten für alle Bio-Produkte in gleicher Weise. Letztendlich garantiert das staatliche Zeichen, dass überall da, wo Bio drauf steht, auch Bio drin ist.»

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Die Vereinigung der Bio-Spitzenköche hat das Ziel, Lebensfreude und Genuss mit ganzheitlichem Wohlbefinden in Einklang zu bringen. Dafür setzen die Bio-Köche, eine Initiative der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, ihr Know-how als Bio-Köche und -Köchinnen ein.

Die Spitzenköche wählen die Lebensmittel, die sie verwenden, mit Bedacht aus. Sie stammen überwiegend aus kontrolliert biologischem Anbau. Ihre Küche bringt den natürlichen Geschmack der Lebensmittel und Getränke voll zur Geltung. Bevorzugt werden saisonale, regionale und fair gehandelte Lebens- und Genussmittel. Dadurch unterstützen die Bio-Köche eine nachhaltige Landwirtschaft und eine schonende Lebensmittelherstellung. Diese Philosophie wird in vielen Seminaren und Kochkursen an Fachpublikum und Verbraucher vermittelt.

Quelle: www.bio-spitzenkoeche.de /Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Text: Jürgen Rösemeier